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Drebkau: Ausstellung erinnert an Hans-Joachim Hoppe

Steinitz. Im Steinitzhof in Steinitz gibt es seit August eine neue Sonderausstellung zu sehen. Sie ist dem Drebkauer Chronisten Hans-Joachim Hoppe gewidmet. jul1

"Die Vergangenheit wirkt bestimmt auf die Zukunft"- so lautet der Anfang eines Eintrages in das Zitatenbüchlein von Hans-Joachim Hoppe. Hoppe wurde im Juli 1924 in Sorau geboren. Durch die Kriegswirren und durch die Liebe kam nach dem Krieg nach Drebkau. Er wurde Lehrer, unterrichtete an der Drebkauer und später an der Fachschule für Finanzwirtschaft in Cottbus. 2017 jährt sich sein 20. Todestag.

Für die Drebkauer Geschichtsforschung ist der Chronist unverzichtbar. "Ohne ihn würden wir heute nicht so viel über Drebkau wissen", betont Petra Löwa von der Stadtverwaltung Drebkau. Von 1984 bis 1989 hat Hans-Joachim Hoppe eine zwölf-bändige Chronik der Stadt geschrieben. Dafür hat er Material aus aufgelösten Archiven, aus Zeitungen und Archivbesuchen zusammengetragen. Er stand im Schriftverkehr mit unzähligen Historikern.

Aber nicht nur die Chronik gehört zu seinen Verdiensten, sondern auch seine umfangreiche Publikationstätigkeit über Drebkau zählt dazu. Er war Lieferant für Beiträge in der Lausitzer Rundschau, in Wochenblättern und im Cottbuser und Calauer Heimatkalender. Nach Potsdam gab er regelmäßig Wetterdaten aus Drebkau weiter. Als Hobbymaler wählte er hauptsächlich Drebkauer Motive. Viele seiner Bilder befinden sich heute im Archiv der Sorbischen Webstube Drebkau.

Zurzeit sind einige der Bilder in der Ausstellung im Steinitzhof zu sehen. Darauf sieht man die Steinitzer Kirche ebenso, wie "Ein Wintergewitter über Drebkau", als auch ein altes Bauernhaus. Aufzeichnungen sind ausgestellt, aber auch persönliche Gegenstände. Die Tochter von Hans-Joachim Hoppe hat Texte, Veröffentlichungen, Fotos ihres Vaters zusammengetragen und ein Buch damit veröffentlicht. "Interessantes aus der Geschichte Drebkaus und seiner Amtsdörfer" gibt es im Steinitzhof zu kaufen. Die Ausstellung ist bis Oktober zu sehen. Der Dreiseitenhof mit der Ausstellung ist Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr und am Sonnabend und Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet.