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Kommentar
Dramatischer Eingriff

Peggy Kompalla
Peggy Kompalla FOTO: Sebastian Schubert / LR

Das Große Spreewehr ist für Fische ein unüberwindliches Hindernis. Das soll sich mit dem Bau des Fischpasses ändern. Das ist grundsätzlich eine gute Sache, selbst wenn der Fluss noch über Jahrzehnte viele solcher Hindernisse haben wird. Flussab vom Großen Spreewehr schließt sich die Spreeaue an. Das ist ein künstlich wiederhergestelltes Gewässer, in dem sich innerhalb kürzester Zeit Flussfauna und -flora verbessert haben. Deshalb ist der Fischpass ein konsequenter nächster Schritt. Doch die Anlage zerstört auch durch ihre schiere Größe, sie wird die Mühleninsel durch den Kanal teilen. Eine weitere natürliche Aufwertung wird an der Stelle unmöglich. Deutlich dramatischer dürfte der Eingriff sogar am Kleinen Spreewehr werden – mitten in der Stadt.