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| 19:13 Uhr

Kultur
Das Woodstock der Blasmusik

Mit guter Laune und natürlich ihren Instrumenten im Gepäck fahren die Blasmusiker aus Drachhausen zum Mega-Festival.
Mit guter Laune und natürlich ihren Instrumenten im Gepäck fahren die Blasmusiker aus Drachhausen zum Mega-Festival. FOTO: Georg Zielonkowski
Drachhausen. Musiker der Drachencombo aus Drachhausen reisen zum Mega-Festival. Von Georg Zielonkowski

Zu Beginn muss erklärt werden, dass neun Drachhausener am Mittwoch, 27. Juni,  nicht etwa zu einem Rockfestival mit diesem traditionellen Titel aufbrechen. Die Musikanten der „Drachencombo“ reisen zum „Woodstock der Blasmusik“ nach Ort im Innkreis, wo  30 000 Musikanten erwartet werden. In den Wettbewerb werden sich in Oberösterreich rund 50 Formationen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und der Slowakei begeben. Doch wird daneben auf dem riesigen Zeltplatz, auf dem auch die Drachhausener ihre drei Transporter abstellen werden, die ihnen der Malerbetrieb Torsten Krautz für die Tour zur Verfügung gestellt hat, stets musiziert. „Neben dem Wettbewerb auf den vier Bühnen treffen sich auch im Wohn- und Freizeitbereich immer wieder Mitglieder verschiedener Formationen um gemeinsam spontan zu musizieren“, berichtet der Leiter der „Drachencombo“, Andreas Mehlisch. Im Vorjahr beispielsweise, als die Drachhausener vor ihren Zelten zunächst unter sich einige Stücke aus dem Brandenburger Blasmusikfundus spielten, kamen von allen Seiten weitere Bläser hinzu, so dass plötzlich eine Gruppe von rund 200 Musikern ein Riesenorchester bildete.

Genau diese Erlebnisse sind es, von denen die Drachhausener schwärmen und weshalb sie nun schon zum dritten Mal die lange Tour in Angriff nehmen. Auf der Hinreise übernachten die neun Drachhausener wie üblich in einer Bauernwirtschaft in Marastorf in Ganghofen, wo am Abend selbstverständlich zur Freude der Einheimischen auch schon mal die Instrumente aus den Futteralen geholt werden.

„Der ganze Spaß ist zwar nicht ganz billig, allein für den Eintritt auf das Festival-Gelände muss jeder von uns 131 Euro zahlen. Verpflegung und das ein oder andere Getränk gehören auch dazu, aber das Miteinander von 20 000 Leuten auf dem Zeltplatz wertet alle Ausgaben mehr als auf. Und man nimmt natürlich auch jede Menge neue Ideen für die eigene Arbeit im Thema Blasmusik mit heim, das ist eigentlich das Wichtigste“, so Andreas Mehlisch.