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| 18:15 Uhr

Drachenboote auf der Spree
Vestas-Boot schnell wie der Wind

 Auf der 200-Meter-Strecke gaben die Einheizer kräftigt den Takt an.
Auf der 200-Meter-Strecke gaben die Einheizer kräftigt den Takt an. FOTO: Julia Täuscher
Cottbus. Drachenboote beherrschen am Wochenende die Spree bei Regatta und Firmen-Cup. Von Georg Zielonkowski

Weniger die Spree, vielmehr die Stimmung schlug hohe Wellen am Wochenende, als der ESV Lok RAW Cottbus zum Drachenbootrennen geladen hatte. Nach dem Schülercup wurden am Freitagabend elf  Teams zum „Nightrace“ auf die Strecke geschickt. Im Schein der untergehenden Sonne waren die „Boatrunner“ die Schnellsten, gefolgt von den Dauerstartern „Freakshow“ und „Vestas Wind“, deren Kapitän André Tischer zugleich eine Kampfansage für den Samstag ausgab: „Angriff auf Platz eins und den Pokal des OB“.

 Über ihren Sieg beim Firmen-Cup jubelten die Männer und Frauen von „Vestas Wind“.
Über ihren Sieg beim Firmen-Cup jubelten die Männer und Frauen von „Vestas Wind“. FOTO: Georg Zielonkowski

Und „Vestas Wind“ machten ihr Versprechen tatsächlich wahr. Das Team siegte beim Firmen-Cup für 20er-Boote und bekam den Pokal des Cottbuser Oberbürgermeisters Holger Kelch überreicht.

Unter den 19 beim Firmencup in der Klasse der Zehner-Boote angetretenen Teams belegte die Besatzung der „RUNDSCHAU-Wellenreiter“ einen ehrenwerten zehnten Platz. „Für unser bunt gemischtes Team ist dieser Platz in Ordnung. Wir alle hatten Spaß. Schon deshalb freuen wir uns auf das Rennen 2020, bei dem wir dann ein paar Plätze gutmachen wollen“, so Redakteur Sven Hering.

Insgesamt wetteiferten am Hauptwettkampftag des Drachenbootwochenendes stolze 37 Bootsbesatzungen um die Pokale. Mit KKS Nowasol war erneut eine befreundete Mannschaft aus dem benachbarten Polen am Start. „Zum ersten Mal sind wir ja 2007 nach Cottbus zu diesem Rennen gekommen. Es hat uns so gut gefallen, dass wir schon häufig hier gestartet sind und vor drei Jahren sogar eine Wertung gewonnen haben“, erzählt Nina Szimasz, die im Kreis ihrer altersmäßig gut sortierten Mannschaft von 15 bei 50 Jahren die 140-Kilometer-Anfahrt in Kauf nahm, um sich dem Wettbewerb zu stellen. Aber auch, um in Cottbus alte Freunde wiederzutreffen.

Hatten die Nachbarn aus Polen schon vorab Kenntnis von der Veranstaltung, stürzten sich die „Pink Ladys“ erstmals ins Vergnügen einer Drachenbootfahrt. Ihr Outfit machte dem Teamnamen alle Ehre. So musste Teamchefin Sabine Sünder lediglich die neugierigen Anfragen zur Bootsbesatzung beantworten. „Bei uns sitzen heute genau die Frauen im Boot, die regelmäßig in meinem Fitness-Club Mrs.Sporty etwas für ihre Gesundheit tun. Irgendwie kamen wir vor Wochen auf das Drachenbootrennen zu sprechen, dabei wurde die Idee einer Teilnahme geboren. Danach war es nur noch ein kleiner Schritt bis zur Anmeldung und den folgenden zwei Trainingseinheiten hier bei den Kanusportlern von Lok RAW. Und weil es da gleich zu einem tollen Miteinander kam, haben wir spontan den Pokal für die Klasse Sport-Cup der Zehner-Boote gestiftet“, so Sabine Sünder. Die mit großem Selbstbewusstsein verkündete, um Platz eins kämpfen zu wollen.

Am Ende sollte sich sogar dieser Traum erfüllen, konnten die „Pink Ladys“ doch im Finale die „Freakshow“-Ladys nach den zwei Duellen mit der Winzigkeit von sieben Hundertstelsekunden auf Platz zwei verweisen. Ein kleiner Trost blieb den hier knapp Geschlagenen, konnten sich doch die „Freakshow“-Herren mit dem Sieg gegen Novasol vom Vorjahresvizerang auf Platz eins verbessern und somit den Sport-Cup der 20er-Boote 2019 im Empfang nehmen.

Am Rande der Veranstaltung, zu der im Laufe des sonnigen Samstags immer mehr Schaulustige strömten, führte Andreas Lipske vom ESV Lok RAW eine Versteigerung signierter Trikots von Spitzensportlern durch. „Mit dem Erlös von 600 Euro werden wir unseren Eigenfinanzierungsanteil für den Bau unserer neuen Bootshalle unterstützen. Dafür sind wir den Souvenirjägern ausgesprochen dankbar“, so Lipske.