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| 02:34 Uhr

Döbbricker warten weiter auf den Straßenausbau

Willi Baruck im Gespräch mit Anwohnerin Monika Härtel. Beide warten sehnsüchtig darauf, dass die Straße saniert wird.
Willi Baruck im Gespräch mit Anwohnerin Monika Härtel. Beide warten sehnsüchtig darauf, dass die Straße saniert wird. FOTO: Elsner
Cottbus. Die Straße Döbbrick Süd im nordwestlichsten Cottbuser Ortsteil ist ein Sicherheitsrisiko. "Schulkinder sind während des morgendlichen Berufsverkehrs besonders gefährdet", berichtet Willi Baruck vom Ortsbeirat. Ulrike Elsner

Sie müssen ihren Weg zur Bushaltestelle entweder auf der Fahrbahn oder auf dem unbefestigten Randstreifen absolvieren. Denn einen Gehweg gibt es in der Straße, deren Deckschicht zuletzt in den 1960er-Jahren erneuert wurde, nicht. Seitdem müssen die Döbbricker mit Flickschusterei leben. "Bei Regen sammelt sich das Wasser in den Senken. Wenn es schneit, türmen sich die Schneeberge und machen ein Ausweichen für Fußgänger unmöglich", sagt Willi Baruck. Außerdem ist die Straße schlecht ausgeleuchtet.

Dabei ist der Verkehr hier vor allem zwischen 6 und 9 Uhr morgens besonders dicht. "Wir sind das Tor zur Stadt Cottbus", stellt der stellvertretende Ortsbeiratsvorsitzende fest. Wer in der Innenstadt arbeitet und in Dissen, Drehnow oder Peitz wohnt, nutzt gern die direkte Verbindung.

Vor rund 15 Jahren ist die Straße Zum Landgraben neu gebaut worden. Etwa genauso lange kämpfen die Döbbricker allerdings auch um den Ausbau von Döbbrick Süd. Auch ein befestigter Parkplatz für den Friedhof des rund 1700 Einwohner zählenden Ortsteils ist dringend notwendig. Zudem warten einige Anwohner auf den Anschluss ans Abwassernetz, der im Zuge des Straßenbaus erfolgen sollte. "Es gab bereits eine fertige Planung, die aber nie umgesetzt wurde", so Willi Baruck.

Dass der Ausbau nicht wie geplant stattfinden konnte, liege an für 2016 nicht wie geplant zur Verfügung gestellten Mitteln aus dem Finanzausgleichsgesetz des Landes Brandenburg für die Sanierung von Schulen, sagt Rathaussprecher Jan Gloßmann. Um die Schulen weiter sanieren zu können, wurden dazu Mittel aus dem geplanten Straßenbau in Döbbrick verwendet. "Hier musste zwingend zugunsten der Schulen gehandelt werden", so Gloßmann. Die Stadtverordneten hätten diese Verfahrensweise mitgetragen.