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| 16:11 Uhr

Cottbuser Kultur
Hilfe, Polizei!

Die Jazzpolizei
Die Jazzpolizei FOTO: Die Jazzpolizei / PETER@DAMS.de
Cottbus. Das Dixielandfest ist seit 24 Jahren eine feste Größe in Cottbus. Am Samstag bekommen die Lokalmatadore um Horst Kaschube sogar Hilfe von der Jazzpolizei. Von Peggy Kompalla

Die Saspower Dixielandstompers bringen am Samstag die Freizeitoase am Amtsteich wieder zum Schwingen. Die erfahrenen Musiker haben sich für das Programm einen Swing-Neuling und eine wilde Truppe an die Seite geholt. Los geht es um 15 Uhr. Dabei wird das diesjährige Fest ein Warmlaufen fürs nächste Jahr. 2019 feiern die Saspower nämlich ihr 35-jähriges Bestehen und das Dixielandfest sein 25.

Über die große Sause im nächsten Jahr macht sich Bandchef Horst Kaschube heute noch keine Gedanken. Schließlich will erst einmal der Samstag gefeiert werden. Im gemütlichen Biergarten erwartet er 400 bis 500 Gäste. Die bekommen eine gute Swing-Mischung geboten, verspricht der Musiker. „Anja Handke kommt eigentlich vom Pop und Schlager. Aber sie hat das Zeug zum Swing“, sagt der Musiker. Damit bieten die erfahrenen Herren der Nachwuchssängerin eine Bühne. „Das wird spannend.“

Als Gastgeber werden die Dixieland Stompers die Besucher um 15 Uhr mit einer ersten Session empfangen – gemeinsam mit der Solistin Anja Handke. Danach übernimmt die Jazzpolizei, die sich selbst als „famos-virtuoses Trio“ bezeichnet und behauptet, dass es dem Hot Jazz das zurückgibt, was verbiesterte und ergraute Eminenzen ihm ausgetrieben haben: Spaß. Entsprechend vollmundig ist ihre eigene Beschreibung: „Die spektakuläre Alternative zu Beamtenjazz und Halbglatzen­swing.“ Gut, dass die Saspower Gastgeber ihre gelichtete Haarpracht am Samstag wieder gekonnt unter Melonen verbergen werden.

Horst Kaschube weiß, was er sich mit der Jazzpolizei für eine wilde Truppe eingeladen hat. „Die Leute warten schon auf sie“, erzählt er. „Bei denen kommt man aus dem Lachen nicht mehr raus.“ Die Jazzpolizei ist für ihren Slapstick bekannt und hat bereits das Publikum beim Dresdner Dixielandfestival erfolgreich aufgemischt. Aber auch am Amtsteich haben die drei Musiker schon ihren Schabernack getrieben. „Die haben aber auch musikalisch echt was drauf“, versichert Kaschube. Dabei nickt er anerkennend.

Für die sechs Saspower Dixielandstompers ist das Fest am Amtsteich oft eine Tour de Force, die meist nicht vor 22 Uhr endet. „Das ist ein gutes Training“, sagt der 77-jährige Kaschube. Der älteste Stomper werde in diesem Jahr 80 Jahre alt – die Tuba, Rolf Arnold. „Musik ist die beste Therapie“, sagt Horst Kaschube. „Kein Arzt kann etwas Besseres verschreiben.“ Zwar habe jeder der Herren seine Zipperlein. Aber auf der Bühne seien die vergessen. „So lange die Finger und der Kopf mitmachen und die Luft da ist, geht es weiter“, versichert der Bandchef. Schließlich wird nächstes Jahr noch einmal draufgelegt.