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| 05:00 Uhr

Podiumsdiskussion in Cottbus
Kann man Medien noch vertrauen?

RUNDSCHAU-Chefredakteur Oliver Haustein-Teßmer (Foto) diskutiert mit Andreas Rausch, Redaktionsleiter Aktuelles im RBB-Studios, Bettina Warken, Leiterin des Landesstudios Brandenburg des ZDF und Benjamin Lassiwe, Leiter der Landespressekonferenz.
RUNDSCHAU-Chefredakteur Oliver Haustein-Teßmer (Foto) diskutiert mit Andreas Rausch, Redaktionsleiter Aktuelles im RBB-Studios, Bettina Warken, Leiterin des Landesstudios Brandenburg des ZDF und Benjamin Lassiwe, Leiter der Landespressekonferenz. FOTO: LR / Sebastian Schubert
Cottbus. Journalisten von Fernsehen, Radio und Zeitung diskutieren mit dem Publikum über „Lügenpresse“-Vorwürfe und erklären, wie Reporter arbeiten.

Immer wieder erklingt dieser Ruf: „Lügenpresse, Lügenpresse!“ Auf Demonstrationen – ob in Chemnitz, in Berlin oder auch in Cottbus. „Wir erleben, wie Journalisten bei ihrer behindert oder angegriffen werden, aber auch, dass das Vertrauen in Medien nachlässt“, sagt Benjamin Lassiwe, der als freier Journalist aus Potsdam für die RUNDSCHAU berichtet. Lassiwe ist Vorsitzender der Landespressekonferenz (LPK) Brandenburg. Die LPK vertritt die Interessen der Journalisten, die sich mit Landespolitik befassen.

Der Verein lädt für den 20. September nach Cottbus ein. Das LR-Medienhaus stellt sein Forum für eine Podiumsdiskussion zur Verfügung. Journalisten diskutieren: Kann man Medien denn überhaupt noch vertrauen? „Wir wollen auch mit dem Publikum ins Gespräch kommen und lernen, wo Hörern, Fernsehzuschauern oder Lesern der Schuh drückt“, sagt LPK-Chef Lassiwe.

Die LPK wirbt aber auch für Verständnis und Rücksicht. Denn in den vergangenen Jahren ist nicht bei „Lügenpresse“-Rufen geblieben. Nach dem gewaltsamen Tod eines 35-Jährigen in Chemnitz in der Nacht zum 26. August griffen Teilnehmer einer von Rechtsextremen organisierten Demo neben Ausländern und Polizisten auch Journalisten an. Die Journalistenvereinigung Reporter ohne Grenzen bemängelt deshalb ein „medienfeindliches Klima“. Dagegen setzt die LPK auf Aufklärung: Nach welchen Kriterien kommen Nachrichten ins Fernsehen, ins Radio oder in die Zeitung? Und wie arbeiten Journalisten eigentlich praktisch? Im RUNDSCHAU-Forum sprechen darüber Andreas Rausch, Redaktionsleiter Aktuelles im RBB-Studios, Bettina Warken, Leiterin des Landesstudios Brandenburg des ZDF, Benjamin Lassiwe und Oliver Haustein-Teßmer, Chefredakteur der LR. Die Moderation übernimmt Vanja Budde, Landeskorrespondentin des Deutschlandfunks.

Podiumsdiskussion am 20. September 2018, 18 bis 19.30 Uhr im Forum des LR-Medienhauses, Straße der Jugend 54, 03050 Cottbus. Anmeldung ausschließlich telefonisch unter (0355) 481-555. Bitte geben Sie an, ob Sie an einer Druckereiführung teilnehmen möchten (begrenzte Platzzahl). Die Teilnehmer erhalten eine persönliche Einladung, der Eintritt ist frei.

(red/oht)