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Flugplatzmuseum
Die Tupolew hat Cottbus erreicht

Die neue Tupolew ist da FOTO: Von: Michael Helbig
Cottbus. Die Tupolew 134, das neue Schmuckstück des Cottbuser Flugplatzmuseums, hat ihr Ziel am frühen Dienstagmorgen erreicht. Der nächtliche Schwertransport war ein voller Erfolg. Von Michael Helbig und Bodo Baumert

Zwischen Vorpommern und der Lausitz ist in der Nacht zum Dienstag ein ungewöhnlicher Schwertransport gerollt: ein Flugzeug. Es handelt sich um eine geschichtsträchtige Tupolew 134, die Mitarbeiter des Flugplatzmuseums Cottbus in Grünz (Kreis Vopommern-Greifswald) erworben und abgeholt haben. Für den Transport wurde die rund 30 Meter lange und mit Tragflächen 37 Meter breite TU 134 in Teile zerlegt, so dass vier Schwerlast-Lkw nötig waren.

Besonders problematisch war die Fahrt mit dem Riesen-Rumpf, für den extra ein in der Länge verstellbarer Spezial-Lkw gebraucht wurde und die Lastwagen mit den breiten Tragflächen. Zwischendurch stockte der Transport kurzzeitig wegen eng stehender Bäume einer Allee bei Grünz. Die Bauarbeiter auf dem östlichen Berliner Ring mussten vorübergehend eine Pause einlegen und ihre Baumaschinen an die Seite fahren, damit der Schwertransport durchkam, erklärte ein Sprecher des Flugplatzmuseums.

Gegen 3.50 Uhr war es dann soweit. Die Tupolew war in Cottbus angekommen. Vier Tieflader rollten auf das Gelände des Flugplatzmuseums. Um 5.20 Uhr hatten sie ihre Parkposition erreicht. Im Lauf des Tages sollen sie nun entladen werden.

Die riesige Passagiermaschine hatte die sowjetische Staatsmacht in Moskau ab 1984 der DDR-Staatssicherheit überlassen, die wenige Kilometer abseits von Grünz Anti-Terroreinsätze trainierte. Das war 1990 vorbei und ein Gastwirt holte die nicht mehr flugfähige Maschine in seinen Garten, um dort ein Café einzurichten. Das klappte aber nicht. Er überließ den Flieger nun den Cottbusern.