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Die schwierige Suche nach ausreichend Wohnraum

Familie Hummel hofft auf eine Lösung für ihr Wohnungsproblem.
Familie Hummel hofft auf eine Lösung für ihr Wohnungsproblem. FOTO: helbig/mih1
Cottbus. Nach einem RUNDSCHAU-Bericht ging plötzlich alles ganz schnell: Nachdem Katrin und Frank Hummel zuvor monatelang bei Behörden und der Gebäudewirtschaft Cottbus (GWC) um Hilfe gebeten hatten, fanden die Eltern von acht Kindern plötzlich überall Gehör: GWC-Chef Dr. Torsten Kunze machte ihr Anliegen zur Chefsache, die Abgeordneten des Sozialausschusses schalteten sich ein und auch das Job-Center wurde in die Lösungssuche mit einbezogen.

Das Problem: Die Sachsendorfer Wohnung der Hummels platzt aus allen Nähten. Acht Kinder im Alter von fünf Monaten bis 16 Jahren, zwei Kinder mit unterschiedlichen Graden von Behinderung, alle mit dem Wunsch nach Platz und Entfaltung. Dazu die Eltern, die versuchen, auf 120 Quadratmetern allen Familienmitgliedern gerecht zu werden. Fast unmöglich. Wenn die jüngeren Kinder spielen wollen, kommen die älteren gerade erst vom Training nach Hause und brauchen Ruhe zum Lernen oder für die Hausaufgaben. Doch in der 5-Raum-Wohnung müssen sich die beiden behinderten Brüder, zwei Mädchen und drei Brüder je ein Zimmer teilen. Den kleinsten Raum in der Wohnung bewohnen die Eltern, derzeit noch zusammen mit Nesthäkchen Mathilda Joline (fünf Monate). Fast der ganze Raum ist durch das Ehebett und das Gitterbettchen des Babys ausgefüllt. Kein Dauerzustand, weiß auch GWC-Chef Torsten Kunze. Er hat bereits wenige Tage nach einem Bericht in der RUNDSCHAU mehrere Lösungsvarianten ausarbeiten lassen. Vielversprechend: Ein Durchbruch zu einer benachbarten 3-Raum-Wohnung könnte den Hummels ausreichend Platz verschaffen, wäre baulich unkompliziert zu realisieren. Der Haken: Frank Hummel verdient als Gebäudereiniger nicht genug, um seine Familie allein ernähren zu können. Er ist auf Hilfe des Jobcenters angewiesen. Dort hat man nun die Pläne der GWC überprüft. "Und leider sieht es so aus, als wird die Wohnung nach dem Durchbruch größer als erlaubt", sagt Frank Hummel. Ob ein Gespräch bei der GWC Abhilfe schaffen kann, zeigt sich in den kommenden Tagen.