Nach einem Vorschlag von Gesundheitsminister Daniel Bahr sollen künftig alle Bundesbürger über 16 über die Krakenkassen nach ihrer Bereitschaft zur Organspende befragt werden. So soll die Zahl der Spenderwilligen erhöht werden. Viele Cottbuser scheinen einer Spende positiv gegenüberzustehen.

Werner Mattuschka (61) aus Cottbus: Ich finde den aktuellen Vorschlag, die Spendenbereitschaft zu erfassen, gut. Ich wäre auch bereit, mich als potentieller Spender registrieren zu lassen. Allerdings muss immer die Möglichkeit bestehen, die Bereitschaft zu widerrufen, falls sich die persönlichen Umstände ändern.

Ulrich Hussock (52) aus Cottbus: Ich würde einer Organspende zustimmen. Allerdings nur unter der Bedingung, dass das gesamte Verfahren transparent gestaltet wird. Es darf auch nicht soweit kommen, dass aus den Organspenden finanzielle Vorteile erwachsen und sich möglicherweise jemand daran noch eine goldene Nase verdient.

Rudi Krüger (65) aus Cottbus: Ich würde auf jeden Fall einer Organspende zustimmen. Leider sprechen aber bei mir gesundheitliche Probleme dagegen. Wie wichtig die Spendenbereitschaft ist, sehe ich in der eigenen Familie. Meine Frau hat eine Spenderniere bekommen. Der aktuelle Vorstoß der Politik ist richtig. In dieser Frage muss grundsätzlich etwas passieren.

Christina Gardzielewski, Hortleiterin: Natürlich würde ich ein Organ spenden. Es ist doch wichtig, anderen Menschen zu helfen, wenn man kann. Ich denke, es wäre hilfreich, wenn man seine Bereitschaft zur Organspende direkt beim Hausarzt erklären kann. Das ist unkompliziert und würde vielen Menschen die Auseinandersetzung mit diesem schwierigen Thema erleichtern.

Zum Thema:

In Deutschland warten derzeit mehr als 12 500 registrierte Patienten auf ein Spenderorgan. Täglich sterben drei Menschen vor der lebensrettenden Transplantation.