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Peitz
Peitzer eröffnen Museums-Saison

Die Museumssaison ist am Wochenende in Peitz eröffnet worden: Dabei wurde auch der neue Festungsgarten eingeweiht. Dazu gehört auch ein Spielplatz, den die Kinder sofort in Beschlag nahmen.
Die Museumssaison ist am Wochenende in Peitz eröffnet worden: Dabei wurde auch der neue Festungsgarten eingeweiht. Dazu gehört auch ein Spielplatz, den die Kinder sofort in Beschlag nahmen. FOTO: Marion Hirche / LR
Peitz. Die Besucher nehmen erstmals den Festungsgarten in Betrieb und genießen ein starkes Spezial-Gebräu. Von Marion Hirche

Peitz ist am Wochenende mit jeder Menge Neuheiten in den Frühling gestartet. Am Anfang stand aber eine alte Tradition: Gleich drei Kanonen waren auf der Malzhausbastei postiert, um die die neue Museumssaison mit Böllerschüssen zu begrüßen.

Als Premiere konnten die Besucher erstmals den neuen Garten an der südwestlichen Seite der Festung nutzen. Während die einen die wärmenden Sonnenstrahlen auf den neuen Bänke am Rand der künftigen Rosenbeete genossen, lauschten die anderen den Peitzer Stadtführern. Da erklärte Christian Meinhardt, dass am Garten gut zu sehen sei, dass die Festung einst erhöht wurde. Hubert Meinig hörte aufmerksam zu. „Ich habe bei der Führung heute viel gelernt. Ich wusste nicht, dass sich hier auch mal ein Wall befand.“

Beim Frühlingsfest gab es stündlich Führungen der Männer in ihren preußischen Uniformen über das Zitadellengelände. Anita König und Gerda Meinig freuten sich über den neuen Garten: „Das ist alles sehr schön geworden. Hauptsache es wird nicht wieder kaputt gemacht.“ Neben den Bänken und Beeten gibt es in der Nachbarschaft auch einen  schicken Spielplatz, den die jüngsten Besucher sofort testeten. Zudem führt nun vom Plantageweg ein direkter Zugang zum Festungsturm nach oben.

„Wir sind stolz auf diese Peitzer Wahrzeichen und die Möglichkeiten, die das Areal bietet. Schön, dass so ein Frühlingsfest stattfindet“, sagten Angelika Dommaschk, ihre Tochter Doreen und deren Mann Dirk Happich.

Passend zum Peitzer Wahrzeichen gibt es seit Neuestem das Festungsbräu. Zum ersten Mal wurde es am Wochenende ausgeschenkt. Sozialdezernent Hermann Kostrewa (SPD) von der Landkreis-Verwaltung erklärte: „Das ist ganz stark, aber das passt zum Festungsturm. Peitz ist ja wirklich reich an Museen, es wird den vielen Besuchern bestimmt schmecken.“

Mancher nahm das Bier in der Flasche mit nach Hause. Am Wagen des Peitzer Kultur- und Tourismusamtes konnte man die großen Peitz-Souvenirs einzeln oder in der Geschenkpackungen mit Glas kaufen. „Künftig bieten wir das natürlich auch im Rathaus an“, versicherte Nicole Schulz vom Tourismusamt.

Neben ihrem Wagen auf der Nordseite der Festung befand sich das Kinderparadies: Riesendarts, eine Festungshüpfburg, Plätze zum Malen und Basteln und Riesenlegobausteine. Die Geschwister Leon und Laura Cornelius bauten aus den bunten Steckklötzern nach dem großen Vorbild eine Festung. Ihr Kommentar: „Das macht total Spaß.“ Im Festzelt unterhielten lustige Künstler von der abc-Show und Clown Rolandi die jungen Besucher. Sie lachten und sangen gemeinsam.

Erika Wadlegger war dagegen froh, endlich mal in Ruhe einen Blick in das Gewölbe des Dicken werfen zu können. „Weihnachten ist es hier mir immer zu voll“, war von der Rollstuhlfahrerin zu erfahren, die von Tochter Diana Pap begleitet wurde.

Der Abend klang mit viel Musik von der Express-Party-Band aus. „Es war eine gut besuchte, schöne Veranstaltung“, resümierte die Kultur- und Tourismusamtschefin Julia Kahl am Ende des Tages.

Nicole Schulz vom Kultur- und Tourismusamt präsentiert das neue Festungsbräu.
Nicole Schulz vom Kultur- und Tourismusamt präsentiert das neue Festungsbräu. FOTO: Marion Hirche / LR
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