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| 12:51 Uhr

Pferdetheater
Die Ompahs vor dem Neustart

Die Kunstreiter begeistern das Publikum mit fantasievollen Geschichten und aufregenden Pferdenummern.
Die Kunstreiter begeistern das Publikum mit fantasievollen Geschichten und aufregenden Pferdenummern. FOTO: Falk Petro
Cottbus . Pferdetheater bringt „Hanka und der verlorene Räubersohn“ auf die Bühne.

Seit 42 Jahren ist Bernd Otto der leitende Kopf der Kunstreitergruppe „Ompah“, und auch wenn er langsam damit beginnt, die Geschäfte an seinen Enkelsohn zu übergeben – die Idee für die neuste Geschichte rund um das Mädchen Hanka stammt erneut aus Ottos Feder. Die künstlerische Umsetzung lag in der Hand von Suzanne Kockat, bekannt als Schauspielerin der TheaternativeC. Die Choreografien stammen von Maren Semisch.

Wieder entführt das Pferdetheater in die Welt auf der Burg Taubenhöhe, die nicht weit entfernt von einem Räuberlager steht. Auch die liebenswert chaotischen Leppekins treiben wieder ihr Unwesen und sorgen für unterhaltsame Wendungen. Die Show der Ompahs bietet artistische Kämpfe, tollkühne Reitkunststücke und wunderbare Tänze. Neben sechs Pferden, Tauben und Ziegen spielen 13 Kinder und Jugendliche im Equidrom in Skadow mit. Bernd Otto: „Wir versprechen unseren Zuschauern in jedem Fall gute Unterhaltung. Und auch, wer das erste Stück über Hanka nicht gesehen hat, wird schnell in ihre Geschichte eintauchen können.“

Das Pferdetheater, so erklärt der Ompah-Gründer, ist eine spezielle Form der Unterhaltungskunst mit Pferden, die ihre Ursprünge Ende des 19. Jahrhunderts hat, als Zirkusprogramme überwiegend mit Pferdedarbietungen gestaltet wurden. Die Kunstreitertruppe um Bernd Otto führt seit 2001 Pferdetheaterprogramme auf. Zunächst befassten sie sich mit Geschichten rund um die Indianer, seit 2009 gibt es in jedem Herbst ein mystisches Halloweenprogramm. Das Frühjahrsprogramnm der letzten Jahre bewegte sich im Mittelalter – passend zu den Mittelaltermärkten der Region, die die Ompahs regelmäßig besuchen. Der Ensemblename stammt übrigens aus der Sprache der Mandan-Indianer und bedeutet soviel wie: „die, die Pferde haben.“

Kinder können mit sechs Jahren bei den Ompahs eine Ausbildung zum Kunstreiter beginnen. Im Vordergrund steht dabei die Pflege, der Umgang mit den Pferden, die akrobatische Ausbildung am Pferd sowie das Reiten. Außerdem lernen sie den Umgang mit indianischen und mittelalterlichen Waffen wie Bogen, Speer, Beil und Messer, Schwert. Artistische Elemente wie Akrobatik oder Tricklasso ergänzen die Ausbildung. Letztlich sollen die Kinder in der Lage sein, die Reiterkunststücke auf dem frei galoppierenden Pferd auszuführen.

Bei Showauftritten auf Volksfesten, Pferdesportveranstaltungen und Märkten in Deutschland, Frankreich, Polen, der Schweiz und sogar in Kanada konnte das Team sein Können unter Beweis stellen. Bernd Otto: „Für solche Auftritte müssen die Kunstreiter aber schon sehr, sehr sicher sein und ihr Metier beherrschen.“ Leider sei es nicht möglich, mit der kompletten Gruppe größere Reisen zu unternehmen. „Finanziell können wir das nicht stemmen.“ Zur Zeit hat der Verein 29 Mitglieder, davon stehen 13 Kinder und Jugendliche in regelmäßigem Training.

Geplante Vorstellungen im Equidrom in Skadow: 5. und 6. Mai, jeweils 16 Uhr. 19. Mai, 16 Uhr. 21. Mai, 11 Uhr.

(hil)