ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:33 Uhr

Die liebevolle Seite der Demokratie

Viele Menschen halten die Demokratie für einen Dschungel, der sich nicht durchdringen lässt. Ihnen liefert ein Schüler der fünften Klasse aus Spremberg ein anschauliches Beispiel dafür, wie sie funktioniert – und zwar anhand der Hundesteuer.

Derzeit empören sich ja viele Einwohner der neuen Spremberger Ortsteile Hornow und Wadelsdorf darüber, dass sie den angepassten Steuersatz zahlen müssen. Zwar galt vor dem Beitritt beider Dörfer zur Stadt noch die Devise, sie könnten ihren bisherigen Steuersatz für fünf Jahre beibehalten. Doch das Land Brandenburg hält das für unzulässig.

Nun kommt der Schüler ins Spiel. Die Spremberger Stadtverordneten-Vorsteherin Elke Franke erzählte vor der Sommerpause, er habe im Gespräch mit anderen Kindern mit Blick auf die Hundesteuer gesagt, eine Mehrheit sei in der Demokratie eben stärker als die Minderheit. Und demnach gab er den Rat: "Das muss die Mehrheit der Minderheit aber bitte liebevoll beibringen, damit die nicht sauer ist."

Wer im Streit um die Hundesteuer nun jedoch die Mehrheit bildet, ist noch nicht ganz raus. Der Bund der Steuerzahler plädiert neuerdings sogar dafür, sie ganz abzuschaffen - fürs Erste in Niedersachsen. Denn der Aufwand rechtfertige nicht die Einnahmen. Das muss der Bund der Steuerzahler den Behörden aber noch liebevoll beibringen.