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| 02:33 Uhr

Die Lausitz hat das Fernweh gepackt

Die Ferien- und Freizeitmesse war gut besucht, an den drei Messetagen informierten sich rund 11 000 Lausitzer über die neuesten Reisetrends.
Die Ferien- und Freizeitmesse war gut besucht, an den drei Messetagen informierten sich rund 11 000 Lausitzer über die neuesten Reisetrends. FOTO: tsz1
Cottbus. Graues Winterwetter, eisiger Wind – wie verführerisch ist da der Gedanke an den nächsten Urlaub. Rund 11 000 Fernwehpatienten holten sich auf der 14.Cottbuser Ferien- und Freizeitmesse Anregungen für Träume und Reisen. Stephan Meyer /

Eva-Maria Wulfrath (75) aus Hoyerswerda: "Dieses Jahr fahren wir wahrscheinlich nicht in den Urlaub. Mit meinem Mann kann ich aus gesundheitlichen Gründen momentan nicht so weit reisen. Aber wir interessieren uns sehr für Kreuzfahrten. Flüge dauern uns einfach zu lang."

Die 62-jährige Peitzerin Evelyn Jannaschk hatte mit ihrem Mann viel Informationsmaterial eingetütet. "Das gucken wir uns zu Hause erst mal in Ruhe durch." Reisen ist den beiden sehr wichtig. Dieses Jahr geht es für sie in den polnischen Teil der Karpaten. Auf der Messe haben sie sich bereits Ideen für den nächsten Urlaub geholt. "Wir haben uns viel angeguckt, vor allem Kreuzfahrten."

Ronald Gantke ist der Ansicht, dass es auf der Messe zu viele Stände gab, die nicht das Reisen zum Thema hatten. "Was hat denn zum Beispiel ein Handtaschenstand mit Reisen zu tun?", fragte sich der 52-Jährige aus Groß Döbern. "Es wurde auch Kritik geäußert, dass Burg und der Spreewald hier zu kurz kämen, aber brauchen wir die hier? Das ist ja quasi vor unserer Haustür. Die meisten kennen sich doch hier in der Region aus. Da fahre ich am Wochenende spontan hin, wenn ich das möchte. Auf die Reisemesse in Berlin, da gehören die hin. Dort können sie für unsere Region Werbung machen."

Trotz aller Kritik haben er und seine Frau auf der Cottbuser Messe ihr nächstes Reiseziel gefunden. "Wir hatten noch nichts gebucht, aber ursprünglich sollte es vielleicht nach Vietnam gehen", berichtet Jana Gantke. "Ein Stand konnte uns dann jedoch Afrika schmackhaft machen", ergänzt ihr Ehemann. Darüber hinaus waren die beiden von der Caravan-Halle begeistert. "Wir haben selber so etwas, suchen aber noch nach einem Wohnhänger", sagt die 49-Jährige.

Doreen Günterberg (45) aus Spremberg reist gern, Urlaube haben hohe Priorität für sie. 2017 geht es für die Sprembergerin nach Rheinsberg an die Mecklenburgische Seenplatte. Auf der Messe hat sie jedoch bereits ein mögliches Ziel für den darauffolgenden Urlaub gefunden. "Vielleicht geht es auf den Ringberg in Suhl. Mir geht es um Entspannung und Abenteuer. Ich möchte etwas erleben."

Harry Neupötsch und seine Frau hatten zunächst einige Schwierigkeiten, sich auf dem Messegelände zu orientieren. "Wir gucken uns alles mal an. Vielleicht fällt uns ja was ins Auge für einen unserer nächsten Urlaube." Im Juni geht es für die beiden Lübbenauer nach Norwegen, zwei Monate später dann nach Warnemünde. "Uns ist es aber nicht unbedingt wichtig, möglichst weit weg zu fahren. Man kennt so vieles in Deutschland noch nicht, auch hier in Brandenburg." Land und Leute kennenzulernen, spielt für ihn und seine Frau eine wichtige Rolle. "Etwas zu erleben ist uns wichtig. Der Anlass für unsere Norwegenreise zum Beispiel ist meine Teilnahme an einem Tischtennisturnier", erzählt der 82-Jährige. Detlef Ruben (63) aus Cottbus interessiert sich vor allem für europäische Reiseziele. "Dieses Jahr fahre ich nach Reit im Winkl. Ich plane von dort aus Abstecher nach Salzburg und an den Gardasee." Auf der Messe hat ihn der Stand vom Reiseclub Cottbus überzeugt. "Der ausgestellte Bus ist wirklich komfortabel und das Angebot sehr gut. Die bieten Fernreisen nach ganz Europa an."

Hans-Joachim Wende war mit der Messe sehr zufrieden. "Alles einwandfrei hier. Die geben sich alle sehr viel Mühe hier. Ich gehe jedes Jahr zu dieser Messe und habe mir schon viele Anregungen geholt und potenzielle Urlaubsadressen gesammelt." Ob er 2017 in den Urlaub fährt, weiß der 82-jährige Forster noch nicht, da seine Ehefrau, mit der er bisher immer gemeinsam verreiste, letztes Jahr verstorben ist. "Reisen ist mir jedoch sehr wichtig." War zu DDR-Zeiten noch das Thüringer Vogtland sein Reiseziel Nummer eins, nutzte er die Reisefreiheit nach der Wende intensiv und erkundete auf seinen Reisen unter anderem Österreich, Holland und Frankreich.