Für Jonas Krause ist die Straße der Jugend so etwas wie ein riesiges Lehrstück, kommen auf der Baustelle doch alle Verlegungsweisen zum Einsatz. Der Technische Leiter beim Cottbuser Wasserversorger LWG sagt: "Der Bauabschnitt in diesem Jahr wird der einfachere Part." Das Meisterstück haben alle Baufirmen und Versorger gemeinsam an der Breithauskreuzung vollbracht, sagt er. Dabei war der Baufortschritt der LWG-Arbeiten oft gar nicht zu sehen, da der Großteil unterirdisch stattfand. Das wird sich in diesem Jahr ändern.

Ab Februar wechselt der Bautrupp auf die Fahrbahn stadteinwärts. Hier wird die LWG ganz klassisch einen Graben ausheben und dabei sowohl Trink- als auch Abwasserleitungen erneuern. Die Arbeiten beginnen an der Ottilienstraße und bewegen sich gen Norden.

Dabei können die Techniker auch anders - fast wie im Tunnelbau. Das haben sie auf der Baustelle bewiesen. Dafür wurde von einer Grube aus ein Bohrkopf vorgetrieben und das neue Rohr segmentweise nachgeschoben. Auf diese Weise wurden in der Straße der Jugend im vergangenen Jahr 137 Meter Rohr verlegt.

Rund ums Breithaus kam noch eine andere Methode zum Einsatz. Dabei wurde in einem Arbeitsschritt das alte Rohr zerkleinert und abgetragen und das neue direkt nachgeschoben. Darüber hinaus wurden einige Leitungen mit einem speziellen Verfahren repariert. "Dabei wurden Filzschläuche ins Rohr gestülpt. Die sind mit Harz vermischt. Durch heißes Wasser breitet sich der Schlauch an den Wandungen aus und bildet eine ganz glatte Kante", erklärt Krause.

Die LWG ist nur ein Partner auf der Baustelle. In zwei Wochen sind zunächst die Restarbeiten rund ums Breithaus geplant. Darüber hinaus wird die Baustraße über das Gleis entfernt. Erst danach geht es im Untergrund weiter. Wenn denn das Wetter mitspielt.