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Die Insel vor Neuendorf wird größer

Teichland. Überarbeitete Pläne für den Ostseehafen der Gemeinde Teichland sind am Dienstag den Abgeordneten vorgestellt worden. Ab 2017 soll gebaut werden, um 2023 die Anlagen für Urlaub, Sport und Naherholung nutzen zu können. Ronald Ufer

Die größten Veränderungen betreffen die Verkehrserschließung und die Insel im Hafen. Die Zufahrtsstraße wird um etwa 30 Meter in Richtung Südwest verschoben und beiderseits gestaltet. Dabei wird der Abstand zum bisherigen Ortsrand von Neuendorf vergrößert. Wer zu Fuß von der Straße zum Hafenquartier kommt, betritt dieses von der Rückseite her, damit soll ein Entree entstehen. Der benachbarte Veranstaltungsplatz wurde etwas verkleinert und verändert. Die Skipanlage, um Boote zu Wasser zu lassen, wird etwas vergrößert und gleichzeitig der Neigungswinkel verringert.

Die größte Umgestaltung erfuhr in den überarbeiteten Planungen die Insel. Sie wird 5400 Quadratmeter größer ausfallen als bisher konzipiert und so mehr Platz beispielsweise für ein Hotel mit Freizeitanlagen oder eine andere Nutzung. Die Form wandelt sich vom Oval zu einem L. Damit muss weniger Erde im künftigen Hafenbecken ausgebaggert und abtransportiert werden. Auch eine Brücke zwischen Hafenpromenade und Insel würde so kürzer und damit billiger ausfallen. Im Hafenbecken sollen in einer ersten Ausbaustufe Anlegeplätze für 100 Boote entstehen. Bei Bedarf könnten 60 weitere hinzukommen. Vorgesehen ist ein Bootsverleih. Die Seeachse soll als Erschließungsweg zwischen Neuendorf für Fußgänger und Radfahrer ausgebaut und mit Teilen von Tagebaugroßgeräten, Rast- und Spielmöglichkeiten ausgestattet werden.

Das für die Gemeinde erstellte Konzept sieht im Halbkreis um das Hafenbecken flache Böschungen aus Stein, Rasenflächen und Beton vor. Eingebettet wird auf der gesamten Länge von 760 Metern ein Fußweg. Die Kaimauern sollen so klein wie möglich ausfallen. Auch ein Anleger für Fahrgastschiffe ist vorgesehen. Während Flächen für Wohnhäuser am Ostsee vorgesehen werden, sind der Campingplatz und eine Ferienhaussiedlung nicht mehr Teil der Planungen.

Nach dem positiven Votum der Gemeindevertreter zu den Vorplanungen ist vorgesehen, bis Anfang Juni den Bebauungsplan zu erstellen, diesen dann ab Sommer auszulegen und möglichst bis Jahresende zu beschließen. Schon 2017 soll mit dem Bau der Hafenmauern, dem Ausheben des Hafenbeckens und einiger anderer Arbeiten begonnen werden. Bis 2018 vor Flutungsbeginn ist Fertigstellung. "Wir wollen im Trockenen bauen, das ist billiger und geht schneller", sagte Bürgermeister Harald Groba. Daher müssten die Planungs- und Genehmigungsverfahren zügig abgeschlossen werden.

Um Fördermittel zu akquirierten, setzen Peitz, Cottbus und andere Kommunen auf den von Brandenburg ausgeschriebenen Stadt-Umland-Wettbewerb, der viele Projekte bündelt.