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| 17:39 Uhr

Cottbus
Die gute Adresse für Gartenliebhaber

Beim Branitzer Gartenfestival zählt nicht nur das breite Angebot an Pflanzen. Das Ambiente lässt die Besucher in Pücklers „Garten der Wunder“ eintauchen. Weitere Foto-Impressionen aus Branitz gibt es unter www.lr-onlie.de/bilder.
Beim Branitzer Gartenfestival zählt nicht nur das breite Angebot an Pflanzen. Das Ambiente lässt die Besucher in Pücklers „Garten der Wunder“ eintauchen. Weitere Foto-Impressionen aus Branitz gibt es unter www.lr-onlie.de/bilder. FOTO: Nicole Nocon
Cottbus. Das Gartenfestival Schloss und Park Branitz lockte wieder mit ausgewählten Angeboten und besonderem Ambiente. Von Nicole Nocon

Kaiserwetter und die zauberhafte Kulisse des fürstlichen Parks – einen schöneren Rahmen kann sich ein Gartenfestival kaum wünschen. Wer sich am Wochenende nach Branitz aufmachte, der konnte in grünender und blühender Vielfalt schwelgen und zahllose Anregungen und Zutaten für seinen persönlichen Gartentraum finden.

Gartenfestival im Branitzer Park in Cottbus FOTO: Michael Helbig

Was macht das Gartenfestival Park und Schloss Branitz aus? Die ganz besondere Atmosphäre, das attraktive und sorgfältig ausgewählte Angebot der Händler und die Chance, in Pücklers Reich eine kleine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Diese Mischung zog am Wochenende Tausende Besucher in die Branitzer Parkgärtnerei. An beiden Tagen gab es darüber hinaus ein reichhaltiges Rahmenprogramm mit Ausstellungen, Vorträgen, Führungen, Gondelfahrten und Live-Musik. Das Festivalpublikum konnte sich inspirieren und informieren lassen. Viele Damen trugen Hut und sorgten so zusätzlich für Flair.

Sabine Wittig aus Cottbus verriet: „Ich komme jedes Jahr gerne zum Gartenfestival und jedes Mal finde ich etwas für den heimischen Garten.“ In diesem Jahr sei ihre Wahl auf eine Funkie und auf Heidekraut gefallen. „Man muss gut überlegen, welche Pflanze wo hinpasst. Aber auf dem Gartenfestival wird man sehr gut beraten.“

Gut beraten muss auch sein, wer wie Pückler auf dem kargen märkischen Sandboden eine grüne Oase erschaffen will. Genau darauf haben sich mehrere der in Branitz vertretenen Gärtner spezialisiert. Christina Grätz von Nagola Re aus Jänschwalde zum Beispiel hatte die innovative und inzwischen mehrfach preisgekrönte Idee ehemalige Bergbauflächen, Solarparks oder Straßenränder und Deiche mit heimischen Wildpflanzen zu begrünen. Sie sammelt und vertreibt das Saatgut in der Region. „Pflanzen wie die Flockenblume oder die Gewöhnliche Pechnelke gedeihen auf mageren Böden, blühen sehr schön und bieten Insekten Nahrung“, erläuterte Christina Grätz an ihrem Stand, an dem diverse Wildpflanzenstauden zu haben waren. Wenn Anke Schenk von der Baumschule Saathainer Mühle ihre Kunden beriet, wies auch sie auf den Wert der Pflanzen als Nahrungsquelle für Insekten hin. „Dichtgefüllte Blüten sind der Tod für die Bienen“, betonte sie. Eine genauso schöne wie insektenfreundliche Alternative seien zum Beispiel Wildrosen.

Rund 30 Pflanzenspezialisten waren mit ihren ganz unterschiedlichen Angeboten in Branitz vertreten. Neben Hunderten Staudengewächsen fanden sich an den über 50 Ständen auch Rosen, Rhododendren, Hortensien, Bonsai-Bäume und Kakteen. Hinzu kamen Dekoratives und Nützliches für Haus und Garten sowie vielerlei Gaumenfreuden. Außerdem waren Gartenexperten vor Ort, die ihr Wissen gerne an interessierte Hobbygärtner weitergaben. Bettina Möbes vom Veranstalter Pool Production erzählte am Rande des Festivals: „Etwa drei Viertel der Aussteller sind Pflanzenhändler. Viele von ihnen waren schon mehrfach beim Gartenfestival dabei. Über die Jahre sind schöne Partnerschaften entstanden.“ Bei der Auswahl der Gärtnereien werde viel Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Und Nachhaltigkeit haben sich auch die Macher des Gartenfestivals auf die Fahnen geschrieben. Einweggeschirr suchte man bei den Caterern vergeblich. Und das Pflanzentaxi, das auf Wunsch die Einkäufe der Besucher zum Parkplatz transportierte, surrte mit Elektroantrieb.

Am Wochenende konnte Bettina Möbes beruhigt aufatmen. Bereits Tage vor dem Festival habe sie aus Angst vor schlechten Vorhersagen keinen Wetterbericht mehr geschaut, verriet sie lachend. Aber nicht nur das Wetter spielte mit. Überhaupt kam das Konzept der Veranstalter gut an, bei Besuchern und Händlern. Auch Katrin Heitzendorfer von der „Kleinen Gärtnerei“ in Halbe gehörte zu den Wiederholungstätern unter den Ausstellern. „Ich komme sehr gerne zum Gartenfestival nach Cottbus“, versicherte sie. „Die Atmosphäre ist sehr schön, das Ambiente ausgewählt. Alles passt.“

Wem der Schutz von Bienen und Insekten wichtig ist, der sollte für seinen Garten Rosen mit ungefüllten Blüten wie etwa die Hagebuttenrose auswählen, rät Anke Schenk von der Baumschule Saathainer Mühle.
Wem der Schutz von Bienen und Insekten wichtig ist, der sollte für seinen Garten Rosen mit ungefüllten Blüten wie etwa die Hagebuttenrose auswählen, rät Anke Schenk von der Baumschule Saathainer Mühle. FOTO: Nicole Nocon