ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 20:08 Uhr

Die Gurke war wieder begehrter Halsschmuck

Der Kolkwitzer Frank Adam freute sich über seine Gurken-Medaille, obwohl er schon eine umfangreiche Kollektion als treuer Spreewaldmarathon-Skater besitzt.
Der Kolkwitzer Frank Adam freute sich über seine Gurken-Medaille, obwohl er schon eine umfangreiche Kollektion als treuer Spreewaldmarathon-Skater besitzt. FOTO: Hirche/jul1
Burg. Mehr als 11 000 Sportler waren am Wochenende beim 14. Spreewaldmarathon am Start. Laufen, Skaten, Wandern, Paddeln, Radeln, Walken und Feiern standen in Straupitz, Lübben, Lübbenau und Burg auf dem Programm. Die einmalige Natur des Spreewalds und die gute Versorgung am Streckenrand zogen auch 2016 viele Sportler und Schaulustige an. Marion Hirche

Was das Team um Cheforganisator Joachim Weidner von Freitag bis Sonntag an die 25 Verpflegungsstellen für die unterschiedlichen Wettkämpfe schleppte, war enorm. Allein 10 000 Bananen und 6000 Äpfel gab es für die Sportler auf den langen Strecken.

In Straupitz wurden 4500 Hefeplinse gebacken, in Groß Leuthen freuten sich viele über Rote Grütze mit Vanillesoße. In Burg, beim Start/Ziel an der Schule, lockte ein Schlemmerbuffet mit Erdbeertorte, Schmalzstullen und Käsebemmen. Auf der Lübbener Schlossinsel war ein Gurkenbufett aufgebaut, auch in Burg konnten sich alle, die ans Ziel kamen zwischen grünen und Salz-Dill-Gurken entscheiden.

Aber nicht nur die "essbaren Spreewaldbotschafter" standen bei den Teilnehmern am Wochenende hoch im Kurs. Auch die Teilnehmergurken, die jeder Sportler nach dem Wettkampf umgehängt bekam. Nancy Schulze aus Byhleguhre und Sophie Demmler aus Briesen überreichten in wendischer Festtagstracht die begehrten Souvenirs in Burg.

Frank Adam aus Kolkwitz hat schon eine ganze Kollektion der grünen Teilnahmenachweise. Er war am Wochenende zusammen mit seinen Freunden Mathias Christl, Uwe Trobisch und Danilo Mickan vom Kolkwitzer Sportverein auf den Skaterstrecken unterwegs. "Meine Gurken hängen alle bei uns am Treppenaufgang", war von Adam zu erfahren. Er hat schon viermal den Skatermarathon in Burg gewonnen und mischte auch dieses Jahr wieder erfolgreich vorn mit. So befinden sich in seiner Sammlung auch Gurken in Gold, Silber und Bronze, die es für die drei Bestplatzierten gibt.

Bei den gusseisernen Souvenirs entdeckte Familie Thümmler aus Freiberg eine Neuerung: Die Gurken haben 2016 noch ein goldenes Blatt bekommen. Die Freiberger waren zum dritten Mal in Burg am Start und lobten die besondere Atmosphäre des Spreewaldmarathons: "Wir machen unter anderem beim Nachtlauf mit. Der bietet mit dem Feuerwerk etwas ganz Besonderes. Allein das ist ein Grund zum Herkommen", waren sich die vier Thümmlers einig.

Viele freiwillige Helfer trugen dazu bei, dass der Spreewaldmarathon für die Teilnehmer und Gäste zu einem besonderen Sportereignis wurde. "An den Verpflegungsstellen haben wir rund 250 Freiwillige im Einsatz", informierte René Swat vom Spreewaldmarathonverein.

Von Andreas Berger-Winkler war zu erfahren, dass die Johanniter-Unfallhelfer in Burg mit fünf Rettungs- und Krankenwagen sowie mit 30 Einsatzkräften präsent waren. "Wir sind schon von Anfang an mit dabei. Wir haben eine super Zusammenarbeit und wissen mittlerweile schon gut, auf welche Notfälle wir uns einstellen müssen", sagte er.

Siegbert Marrack und Reinhard Quetk aus Naundorf gehörten zu den zahlreichen Feuerwehrleuten, die ehrenamtlich die Absicherung der Strecken übernahmen. "Wir sind zum zehnten Mal beim Spreewaldmarathon im Einsatz. Jedes Jahr stehen wir an einer anderen Stelle. So bleibt die Veranstaltung auch für uns interessant", erklärten sie. Wer als Sportler zehn und mehr Male dabei ist, bekommt eine goldene Startnummer. Viele Helfer hätten die ebenfalls verdient.