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| 15:30 Uhr

Limberger Motorradfreunde treffen sich
Biker mit Herz

 Die große Ausfahrt am Samstag ist immer der Höhepunkt, diesmal führt sie zum Adler- und Jagdfalkenhof nach Werchow bei Calau.
Die große Ausfahrt am Samstag ist immer der Höhepunkt, diesmal führt sie zum Adler- und Jagdfalkenhof nach Werchow bei Calau. FOTO: Sportfreunde Limberg / Mario Müller
Limberg. Die gemeinsame Ausfahrt beim Biker- und Rockfestival in Limberg am Samstag steht ganz im Zeichen krebskranker Kinder und ihrer Familien. Von Silke Halpick

Das beschauliche Dörfchen Limberg in der Gemeinde Kolkwitz verwandelt sich am Wochenende wieder in ein Biker-Eldorado. Rund 400 Motorradfreunde aus der gesamten Bundesrepublik sowie angrenzenden Ländern werden zum 24. Bike- und Rock-Festival erwartet. Bei der großen Ausfahrt am Samstag, die als Höhepunkt des Spektakels gilt, sind auch krebskranke Kinder und ihre Eltern mit dabei. Die Unterstützung gemeinnütziger Initiativen hat bei den Limberger Motorradfreunden Tradition und ist ihnen eine Herzensangelegenheit.

Wie viele Kinder tatsächlich mitfahren, kann Mario Müller, Pressesprecher der Limberger Motorradfreunde, noch nicht genau sagen. Aber Platz ist für bis zu zehn im extra organisiertem Kleinbus. Die gemeinsame Fahrt soll zum Adler- und Jagdfalkenhof nach Werchow bei Calau führen.

Fernab des Alltags sollen die Kinder und ihre Eltern dort einen „ganz besonderen Tag“ erleben, Falken, Adler und Eulen aus nächster Nähe sehen, so Müller. Die Biker kommen mit und werden bei Grillwurst und roter Brause zuschauen. Mit ihrer Präsens wollen sie der Elterninitiative für krebskranke Kinder in Cottbus eine starke Stimme geben. Auch Spendengelder werde eingesammelt.

Biker setzen auf Braunkohle

Schon seit vielen Jahren engagieren sich der Limberger Motorradfreunde für Projekte in der Region. Unterstützt wurde beispielsweise auch der Neubau des Kinderhospizes „Pusteblume“ in Burg. Im vergangenen Jahr legten die Motorradfahrer bei Welzows Bürgermeisterin Birgit Zuchold einen Zwischenstopp ein, um mit ihr über eine wirtschaftsstarke und lebenswerte Lausitz zu diskutieren.

Der Verein will „die Kohle für die Region bewahren“, wie Müller betont. Diese Wirtschaftskraft sei wichtig für die Lausitz, zahlreiche Vereinsmitglieder und Gäste verdienen auch ihren Lebensunterhalt im Bergbau, begründet er.

Seit 24 Jahren gibt es den Verein der Limberger Motorradfreunde. „Viele Menschen haben längst erkannt, dass wir keine gefährlichen Typen in schwarzen Lederjacken sind, sondern Nachbarn, Familienväter, Arbeitskollegen“, sagt Müller. Er ist Gründungsmitglied des Vereins und fährt selbst eine Suzuki.

25. Festival-Auflage 2020

„Mein Motorrad hat vermutlich die wenigsten Kilometer auf dem Tacho zu stehen“, sagt er. Viel seiner Freizeit stecke er beispielsweise in die Organistation des Bikertreffens. „Wir fangen jetzt schon mit der Vorplanung für das nächste Jahr an“, berichtet er. 2020 gibt es die 25. Auflage des Bike- und Rock-Festivals, auch Müller selbst feiert Silberhochzeit: mit seiner Suzuki.

Beim Treffen sprechen die Biker darüber, wer welchen Gebirspass mit seinem Motorrad gefahren oder wer mit einem Motorschaden auf der Strecke geblieben ist. „Für die Teilnehmer sind das zwei Tage Wellness“, sagt Müller. Viele der Biker kommen immer wieder.

Umrahmt wird das dreitägige Treffen mit einem Musikprogramm. Am Freitagabend stehen drei Bands, am Samstag zwei Gruppen auf der Bühne. Auf dem vier Fußballfelder großen Festival-Areal in Limberg kann auch gezeltet werden.