Sie sind seit 1981 in einem Albert-Schweitzer-Freundeskreis unter dem Dach des Albert-Schweitzer-Komitees organisiert.
Sein Ziel ist es, die Ideen von der Ehrfurcht vor dem Leben, des Friedens, der Gewaltlosigkeit, der Toleranz und Nächstenliebe zu popularisieren und dafür zu werben, dieses Gedankengut eigenem Handeln zugrunde zu legen. Das geschieht in Vorträgen, Projekttagen und Ausstellungen.
Nun lädt der Freundeskreis wieder ein. Am Sonnabend, dem 21. Mai, ist um 10 Uhr Treffpunkt im Oberstufenzentrum I, Seitengebäude-Neubau, Erdgeschoss, 03044 Cottbus, Sielower Straße 10. Das Thema lautet: „Humanität und Gewalt in unserer Zeit - ist Albert Schweitzers Ethik gescheitert?“ Dazu spricht Prof. Dr. Ernst Luther, Halle/Saale. Er wird Einblick vermitteln in die Gesellschaftskritik, die in Schweitzers Werk eingeschrieben ist. Schweitzer gibt auch Handlungsorientierungen. Oberste Maxime: „Tut die Augen auf und suchet, wo ein Mensch oder ein Menschen gewidmetes Werk ein bisschen Zeit, ein bisschen Freundlichkeit, ein bisschen Teilnahme, ein bisschen Gesellschaft, ein bisschen Arbeit eines Menschen braucht.“
Schweitzers Sprüche übrigens, die ihn außer zum Philosophen auch ein bisschen zum Dichter machen. Der Obmann des Freundeskreises, der Cottbuser Alfred Ullmann, hat sie gesammelt und in einem Heftchen herausgegeben, das unter dem Titel „Tag für Tag mit Albert Schweitzer“ eine Lebenshilfe sein will. Zwei Kostproben. Unter 5. Juli steht: „Wenn deine Seele keinen Sonntag hat, dann verdorrt sie.“ 2. September: „Alles Wissen ist zuletzt Wissen vom Leben und alles Erkennen Staunen über das Rätsel des Lebens.“
Die Broschüre kostet vier Euro und kann telefonisch bei Alfred Ullmann unter der Nr. 3 20 19 bestellt werden.