Sie berichtet, dass die Naturwächter aufgrund der anhaltend milden Witterung die ersten Frösche bereits im Januar gesehen hätten. Trotzdem sei der Großteil der Amphibien noch in der Kältestarre in der Erde oder im Teichschlamm eingegraben. Mit steigenden Temperaturen und höherem Sonnenstand würden die Tiere zu neuem Leben erwachen und ihre Wanderungen beginnen. Nach dem ersten warmen Frühlingsregen befänden sich die Amphibien auf dem Weg von den Winterquartieren zu ihren Laichgewässern.
Zwischen Byhleguhre und dem Abzweig nach Byhlen existiert seit dem Jahr 2000 eine festverankerte Amphibien-Tunnelanlage. „Einige Bürger riefen uns nach dem Orkan an, dass Bäume auf die Anlage gefallen sind. Zwar war an der Straße die Leitplanke kaputt, die Amphibienanlage war aber unbeschadet“ , berichtet Susanne Leber. Durch die ein Meter breiten und 60 Zentimeter hohen Tunnel wandern neben Fröschen, Kröten und Molchen auch Igel und Fischotter. Eine ähnliche Anlage bestehe an der Straße von Straupitz nach Laasow. „Auf 350 Meter gehen pro Saison über 3000 Kammmolche dort durch“ , hat Susanne Leber gezählt. „Die Anlage ist eine erhebliche Entlastung für die Tiere“ , hat die Naturschützerin festgestellt.
Im Raum Burg werden die Schutzzäune auf 400 Meter am Willischzaweg aufgestellt, in Müschen sollen zwei Zäune mit jeweils 50 Meter Länge installiert werden, ebenso in der Suschower Kurve.
Trotz aller Schutzmaßnahmen werden Leber zufolge pro Jahr allein im Oberspreewald 15 000 bis 20 000 Amphibien totgefahren.
Außerdem hätten sich die Bestände in den letzten Jahren verschlechtert. Als Gründe dafür nennt sie den Verkehr, zu geringe Wasserstände und den heißen Sommer des Vorjahres.