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Herbstmesse
Eine bunte Bühne für die Region

Bei der Herbstmesse gab es nicht nur viel zu sehen, sondern auch viel zu erleben – einschließlich musikalischer Therapiemöglichkeiten.
Bei der Herbstmesse gab es nicht nur viel zu sehen, sondern auch viel zu erleben – einschließlich musikalischer Therapiemöglichkeiten. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Erfolg: Die Herbstmesse lockte am Wochenende mehr als 12 500 Besucher in die Messehallen.

Das neue Konzept der diesjährigen Herbstmesse und Cottbusbau scheint aufgegangen zu sein. Klar und übersichtlich strukturiert präsentierten sich in den beiden großen Hallen sowie im oberen Foyer und den beiden kleinen Messehallen die Märkte mit den Sparten Genuss, Freizeit, Mobil, Mode, Kreativ, Gesundheit und viele Angebote für Bauherren und solche, die es werden wollen. Für jeden schien etwas dabei zu sein, denn bereits kurz nach der Eröffnung am Samstagvormittag waren die Hallen voll mit interessierten Besucher die gern die Angebote der mehr als 290 Aussteller, davon allein 180 aus der Region Cottbus, Spree-Neiße, Berlin und Brandenburg, in Augenschein nahmen und probierten, fragten und sich beraten ließen.

Die größte Messe Südbrandenburgs sei mit Blick auf den zu bewältigenden Strukturwandel ein ermutigendes Zeichen, sagte Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) zu Beginn. Nun gelte es, das Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen, um Strukturbrüche wie Anfang der 1990er-Jahre zu vermeiden. Die große Politik – auch wenn es am Rande der Messe die Möglichkeit gab, sich in die Listen für das Volksbegehren gegen die Kreisgebietsreform einzutragen – hatten die Besucher der Doppelmesse sicher nicht im Sinn.

Für sie war die diesjährige Herbstmesse mit ihren breitgefächerten Angeboten ein großes Familienfest. Während sich Monika Tschiersch aus Burg von Ute Koar am Stand der Flamingo-Apotheke die Cholesterinwerte überprüfen ließ, erklärten Modedesignerin Sarah Gwiszcz und Pauline Ehlert vom Modelabel Wurlawy aus Lübbenau, wie sie sich für ihre Mode von den wendischen Trachten der Niederlausitz haben inspirieren lassen.

Gleich nebenan präsentierten Pantoffelmacher Detlef Hammel und seine Frau Erika kuschlige Hausschuhe aus eigener Produktion und erklärten, dass sie auch auf dem diesjährigen Weihnachtsmarkt wieder mit einem Stand vertreten sein werden.

Für ein nachhaltiges Umweltbewusstsein der jungen Generation warben „Hexe“ Jana Pommerenke und ihr Mann Alf am Stand der Waldschule Kleinsee des Landesbetriebes Forst Brandenburg (Oberförsterei Cottbus): „Mit waldpädagogischen Angeboten wollen wir gerade den Stadtkindern zeigen, wie wichtig Naturschutz und Umweltbewusstsein in der heutigen Zeit sind.“

Gutes getan hatte auch Dieter Jurk aus Ruben, bevor er sich am Samstag in das Messegetümmel stürzte. Er war der Einladung des Cottbuser DRK-Blutspende-Dienstes gefolgt und hatte ebenso wie 91 weitere Messebesucher, davon dreizehn Erstspender, Blut gespendet. „Das war doch heute eine gute Gelegenheit in Verbindung mit der Messe gleich noch einen Zwischenstopp bei der Blutspende einzulegen“, sagte er, als er sich bei einem kleinen Imbiss erholte.

Auch die RUNDSCHAU mit dem Leser-Café war dabei und bot interessante Informationen rund um die Print- und Online-Angebote.

Jana Pommerenke warb als Hexe für die Waldschule Kleinsee.
Jana Pommerenke warb als Hexe für die Waldschule Kleinsee. FOTO: Michael Helbig