ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:45 Uhr

Cottbus
Rekord-Robinie steht in Branitz

Diese Robinie im Außenpark des Branitzer Parks ist zum Naturdenkmal erklärt worden. Sie steht auf einem Feld am Eichenweg im Dorf Branitz.
Diese Robinie im Außenpark des Branitzer Parks ist zum Naturdenkmal erklärt worden. Sie steht auf einem Feld am Eichenweg im Dorf Branitz. FOTO: Peggy Kompalla
Cottbus. Der Baum ist etwa 167 Jahre alt. Fürst Pückler nutzte ihn als Gestaltungselement im Außenpark. Die Stadt hat ihn nun zum Naturdenkmal erklärt. Von Peggy Kompalla

Ausgerechnet unweit des Eichenweges steht sie auf einem Acker im Dorf Branitz. Dabei ist der Robinienweg gerade einmal 250 Meter entfernt. Unter der Adresse hat heute die Verwaltung des Branitzer Parks ihren Sitz. Das passt wiederum. Denn die Robinie auf dem Acker gehörte einst zur ornamental farm – also der aufgeschmückten Feldflur. Fürst Pückler integrierte den zu seinen Lebzeiten  schon existierenden Baum in die Gestaltung des Außenparks. Nun erhält der Feldbaum einen besonderen Schutzstatus. Er ist fortan ein Naturdenkmal. So hat das Stadtparlament am Mittwoch einstimmig beschlossen.

Der Baum hat nicht nur Fürst Pückler erlebt und diente ihm als Gestaltungselement, sondern er hält auch noch einen Rekord. Die Stadt wurde darauf erst durch die Deutsche Dentrologische Gesellschaft (DDG) gebracht. Das verrät Umweltamtschef Stephan Böttcher. Mit einem Stammumfang von 7,65 Metern ist der Baum die bundesweit die stärkste Robinie. Festgestellt wurde das im Februar 2017 durch die Baumkundler. Die DDG hat die Robinie deshalb als Championstree – also Rekordbaum – ausgewiesen. Der Baum ist ungefähr 20 Meter hoch und etwa 167 Jahre alt. Er ist also in der Zeit um 1850 angewachsen.

Der Solitär – Einzelbaum – steht am Rande eines Feldes, das der Agrargenossenschaft Kahren gehört. Um die Robinie langfristig zu erhalten, wurde bereits der Wurzelraum des Baumes zum Acker mit Pfählen abgegrenzt. Damit soll verhindert werden, dass schwere Technik über diesen Bereich rollt. Umweltdezernent Thomas Bergner (CDU) betont: „Die Agrargenossenschaft hat dem zugestimmt.“

Der besondere Schutz als Naturdenkmal im Vergleich zu einem gewöhnlichen Baum erschließt sich insbesondere aus Paragraf 2 der Rechtsverordnung. Darin steht: „Es ist verboten, das Naturdenkmal zu beseitigen sowie Handlungen vorzunehmen, die zu einer Zerstörung, Veränderung, Beeinträchtigung oder nachteiligen Störung des Naturdenkmals oder dessen geschützter Umgebung führen können. Beeinträchtigung ist auch die nachteilige Veränderung des Erscheinungsbildes.“