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| 19:15 Uhr

Wrtschaft
Geschäftsleute wollen bessere Märkte

Cottbus. Im Nachgang des Herbstmarktes gibt es Klagen über Geruchsbelästigungen.

Olaf der Fischer kommt gern nach Cottbus. Der Brandenburger steht mit seinem Räucherofen auf dem Altmarkt, hat sich auf Herbst- und Weihnachtsmarkt treue Stammkunden erarbeitet. Beim vergangenen Herbstmarkt allerdings hat er sich nicht nur Freunde gemacht: Boutique-Besitzer auf dem Altmarkt klagen über stinkenden Qualm, der in die hochwertigen Kleider ihrer Geschäfte zieht. Das und weitere Probleme waren jetzt Thema eines Treffens mit der Stadtverwaltung.

„Wir haben konstruktiv miteinander gesprochen und werden gemeinsam nach Lösungen suchen“, sagt Altstadtmanager Gottfried Lindner. Neben den Querelen um die Fischräucherei hätten die Händler auch das niedrige Niveau einiger städtischer Veranstaltungen beklagt. „So etwas wie der letzte Marktschreiertag geht gar nicht“, sagt Lindner. Töpfermarkt und Walzernacht dagegen seien aus  Sicht der Geschäftsleute Highlights, die Cottbus schmücken. „Ich freue mich, dass wir auch im kommenden Jahr eine Walzernacht bekommen“, sagt Lindner. Man überlege, ob sich einige Märkte verkürzen oder verlängern lassen, ob Hinweistafeln bei der Orientierung helfen können und wie sich die Situation insgesamt verbessern lässt. „Ob das schon bis zum Weihnachtsmarkt greift, weiß ich allerdings nicht.“

Schneller reagieren will Olaf Zahl „der Fischer“: „Es tut mir in der Seele leid, wenn mein Stand den Geschäftsfrauen Kummer bereitet.“ Er könne nichts dafür, dass Fisch beim Räuchern Geruch entwickelt. „In anderen Städten gab es deswegen auch noch nie Probleme.“ Ein Umzug an einen anderen Standort sei schwierig: „Die Kollegen dort wollen auch nicht einfach wechseln.“ Außerdem sei er auf einen Schattenplatz angewiesen, damit der Fisch nicht in der Sonne leidet. Sein Versprechen: Zum Weihnachtsmarkt kommt er ohne Räucherofen, für den Herbstmarkt sucht er nach einer Lösung, um möglichst wenig räuchern zu müssen. „Ich will weder mit den Geschäftsleuten noch mit dem Veranstalter Ärger haben“, sagt Olaf Zahl. Auch wenn die Stammkunden dafür künftig auf den Genuss des Live-Räucherns verzichten müssten.

(hil)