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| 17:29 Uhr

Wetter
Heiß, aber nicht rekordverdächtig

Aylin Hähnel präsentiert im Spree Café Greschke im Bootshaus an der Sandower Brücke zwei leckere Eisbecher mit Früchten. Inhaber Frank Greschke: „Bei der großen Hitze ist natürlich Fruchteis wie Erdbeere, Mango, Maracuja und Zitrone nachgefragt. Dennoch wird von den Gästen bei 36 Grad nicht so viel Eis wie vielleicht bei 26 Grad bestellt. Da entscheiden sie sich viel eher, ein kühles Wasser zu trinken als ein süßes Eis zu schlecken. Auch wenn es im Moment sehr heiß ist: Für unsere Eiscafés ist jeder warme Sommertag immer noch besser als ein kühler verregneter Tag.“
Aylin Hähnel präsentiert im Spree Café Greschke im Bootshaus an der Sandower Brücke zwei leckere Eisbecher mit Früchten. Inhaber Frank Greschke: „Bei der großen Hitze ist natürlich Fruchteis wie Erdbeere, Mango, Maracuja und Zitrone nachgefragt. Dennoch wird von den Gästen bei 36 Grad nicht so viel Eis wie vielleicht bei 26 Grad bestellt. Da entscheiden sie sich viel eher, ein kühles Wasser zu trinken als ein süßes Eis zu schlecken. Auch wenn es im Moment sehr heiß ist: Für unsere Eiscafés ist jeder warme Sommertag immer noch besser als ein kühler verregneter Tag.“ FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Täglich klettern die Temperaturen über die 30-Grad-Marke. Es gab in Cottbus aber schon heißere Sommer.

Hitze, Hitze, Hitze  – derzeit gibt es in der Stadt kaum ein anderes Thema als Wärme und Trockenheit: Die Bäder und Strände sind voll, beim Bäcker gibt es  als Abschiedsgruß ein „Fröhliches Weiterschwitzen“ mit auf den Weg und der Nachbar bleibt gern mal ein paar Minuten länger im Auto sitzen, um sich von der Klima-Anlage zu kühlen. Dabei sind die Wetter-Werte in Cottbus nicht so rekordverdächtig, wie vielerorts gefühlt. Die Durchschnittstemperatur im Juli lag laut Ralph Hasse vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Cottbus bei 20,8 Grad. Das sind zwar 1,6 Grad mehr als im Vorjahr, aber im Vergleich zum Sommer 2006 ist das fast noch kühl. Da lag das Monatsmittel im Juli bei 24,1 Grad. Aus diesem Supersommer stammt übrigens auch der Wert mit den meisten Sonnenscheinstunden im Juli: 360,2 Stunden. In diesem Jahr zeigte sich die Juli-Sonne ganze 290,8 Stunden am Himmel. Auch die Nachttemperaturen sind alles andere als rekordverdächtig. Die wärmste Juli-Nacht in diesem Jahr wurde am Montag, dem 30. Juli, gemessen. Hier fielen die Temperaturen nicht unter die 19,7-Grad-Marke. Die Bestmarke stammt laut DWD vom 11. Juli 1984. Hier fiel die Lufttemperatur nicht unter 23 Grad.

Wer es wirklich richtig heiß haben möchte, sollte sich übrigens flink auf den Weg nach Kalifornien machen. Im dortigen Death Valley werden derzeit Temperatur-Weltrekorde geknackt. Das im Juli gemessene Maximum betrug 52,8 Grad Celsius, das Monatsmittel 42,3 Grad – wirklich tödlich...

Gemüsebauer Lutz Duschka aus Burg-Kolonie gehört zu den Gewinnern des Sommers. „Wenn es woanderes vertrocknet, fängt es bei mir erst richtig an zu wachsen, unsere Torfböden sind etwas feuchter.“ 15 verschiedene Sorten Gurken sowie Tomaten, Paprika und Auberginen lässt Lutz Duschka gedeihen, davon einiges unter Folie. „Das muss ich sowieso bewässern.“ Seine Ernte geht weg wie es knackig-frischer nicht sein kann – auf den regionalen Märkten und in verschiedenen Hotels im Spreewald. „Ich habe kein Problem mit dem Wetter. Im Gegenteil. Es ist Sommer. Mal mehr, mal weniger heiß. Das hat es schon immer gegeben.“ Was ihm nicht gefällt, das sind die Forderungen des Bauernverbandes nach Milliardenhilfen für die von Ernteausfällen betroffenen Landwirte. „Ich habe kein Verständnis dafür, dass die Landwirte Geld bekommen. Da müssen sie eben mit zurechtkommen. Wenn mir mein Gemüse absäuft, dann bekomme ich auch keine Entschädigung“, sagt der Gemüsebauer.
Gemüsebauer Lutz Duschka aus Burg-Kolonie gehört zu den Gewinnern des Sommers. „Wenn es woanderes vertrocknet, fängt es bei mir erst richtig an zu wachsen, unsere Torfböden sind etwas feuchter.“ 15 verschiedene Sorten Gurken sowie Tomaten, Paprika und Auberginen lässt Lutz Duschka gedeihen, davon einiges unter Folie. „Das muss ich sowieso bewässern.“ Seine Ernte geht weg wie es knackig-frischer nicht sein kann – auf den regionalen Märkten und in verschiedenen Hotels im Spreewald. „Ich habe kein Problem mit dem Wetter. Im Gegenteil. Es ist Sommer. Mal mehr, mal weniger heiß. Das hat es schon immer gegeben.“ Was ihm nicht gefällt, das sind die Forderungen des Bauernverbandes nach Milliardenhilfen für die von Ernteausfällen betroffenen Landwirte. „Ich habe kein Verständnis dafür, dass die Landwirte Geld bekommen. Da müssen sie eben mit zurechtkommen. Wenn mir mein Gemüse absäuft, dann bekomme ich auch keine Entschädigung“, sagt der Gemüsebauer. FOTO: LR / LR Beate Möschl
Anica Breitenseher (21) (l) und Kristin Marschall (21) geniessen den heißen Sommer am Badesee in Branitz.
Anica Breitenseher (21) (l) und Kristin Marschall (21) geniessen den heißen Sommer am Badesee in Branitz. FOTO: Michael Helbig
Joachim Hoese (75) hat seinen Garten in der Kleingartenanlage „Fleißige Hand“ in Sandow seit 1999 gepachtet: „Klar, bei der gegenwärtigen Hitze gieße ich jeden Tag morgens zwischen 8 und 9 Uhr und abends ab 20 Uhr bis zum Dunkelwerden meine Blumen und das Gemüse. Der Rosenkohl, die Gurken, Zuchini und der Paprika brauchen sehr viel Wasser. Im Sommer sind wir ja beim Gemüse gewissermaßen Selbstversorger. Und ich gieße alles mit der Gießkanne. Denn dann ist das Wasser nicht so kalt, was für die Pflanzen viel besser ist, als mit dem Gartenschlauch. Ich habe sechs Regentonnen in meinem Garten und so immer rund 1 000 Liter abgestandenes Wasser vorrätig. Wenn es lange nicht geregnet hat, muss ich sie natürlich mit dem Gartenschlauch auffüllen, aber es erwärmt sich ja schnell. Zum Gießen aller Blumen und der Gemüse-Beete brauche ich bei der jetzigen Hitze jeden Tag 300 bis 400 Liter Wasser.
Joachim Hoese (75) hat seinen Garten in der Kleingartenanlage „Fleißige Hand“ in Sandow seit 1999 gepachtet: „Klar, bei der gegenwärtigen Hitze gieße ich jeden Tag morgens zwischen 8 und 9 Uhr und abends ab 20 Uhr bis zum Dunkelwerden meine Blumen und das Gemüse. Der Rosenkohl, die Gurken, Zuchini und der Paprika brauchen sehr viel Wasser. Im Sommer sind wir ja beim Gemüse gewissermaßen Selbstversorger. Und ich gieße alles mit der Gießkanne. Denn dann ist das Wasser nicht so kalt, was für die Pflanzen viel besser ist, als mit dem Gartenschlauch. Ich habe sechs Regentonnen in meinem Garten und so immer rund 1 000 Liter abgestandenes Wasser vorrätig. Wenn es lange nicht geregnet hat, muss ich sie natürlich mit dem Gartenschlauch auffüllen, aber es erwärmt sich ja schnell. Zum Gießen aller Blumen und der Gemüse-Beete brauche ich bei der jetzigen Hitze jeden Tag 300 bis 400 Liter Wasser. FOTO: Michael Helbig
Angela Richter sorgt im Getränkemarkt  AbholBar in der Hardenbergstraße für Wasser-Nachschub. Ihr Chef Carsten Keilwitz: „In diesen Tagen heißt es nur noch Wasser, Wasser, Wasser…Der Verkauf hat sich in den zurückliegenden Wochen vervierfacht. Es sind ja nicht nur unsere normalen Kunden, die verstärkt zum Wasser oder anderen alkoholfreien Getränken greifen. Inzwischen spendieren auch viele Chefs ihren Mitarbeitern auf Grund der aktuellen Hitzewelle Freigetränke, so dass wir mit den Lieferungen kaum hinterherkommen. Auch wir sind von Warenstreichungen betroffen, weil die Getränkelieferanten ebenfalls auf Hochtouren arbeiten, aber nicht immer mit der Produktion hinterherkommen.“
Angela Richter sorgt im Getränkemarkt  AbholBar in der Hardenbergstraße für Wasser-Nachschub. Ihr Chef Carsten Keilwitz: „In diesen Tagen heißt es nur noch Wasser, Wasser, Wasser…Der Verkauf hat sich in den zurückliegenden Wochen vervierfacht. Es sind ja nicht nur unsere normalen Kunden, die verstärkt zum Wasser oder anderen alkoholfreien Getränken greifen. Inzwischen spendieren auch viele Chefs ihren Mitarbeitern auf Grund der aktuellen Hitzewelle Freigetränke, so dass wir mit den Lieferungen kaum hinterherkommen. Auch wir sind von Warenstreichungen betroffen, weil die Getränkelieferanten ebenfalls auf Hochtouren arbeiten, aber nicht immer mit der Produktion hinterherkommen.“ FOTO: Michael Helbig
Stadtbrunnen an der Stadtpromenade. Für die Kinder ist es ein besonderes Vergnügen, schnell mal durch die Fontänen zu huschen. 
Stadtbrunnen an der Stadtpromenade. Für die Kinder ist es ein besonderes Vergnügen, schnell mal durch die Fontänen zu huschen.  FOTO: Michael Helbig
Pharmazie-Ingenieurin Regina Becker von der Stern-Apotheke im TKC: „Gerade bei diesen Temperaturen ist die Nachfrage nach Sonnenschutz-Präparaten besonders hoch. Vor allem Präparate für Kinder mit einem hohen Lichtschutzfaktor.“
Pharmazie-Ingenieurin Regina Becker von der Stern-Apotheke im TKC: „Gerade bei diesen Temperaturen ist die Nachfrage nach Sonnenschutz-Präparaten besonders hoch. Vor allem Präparate für Kinder mit einem hohen Lichtschutzfaktor.“ FOTO: Michael Helbig
(dst)