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| 01:00 Uhr

Der richtige Dreh mit der Haarwaschwanne

Cottbus.. Wie wäscht man bettlägerigen Patienten die Haare„ Wie viel verdient ein Auszubildender im Bereich Krankenpflege im ersten Lehrjahr“ Ist der Unterrichtsstoff bei der Ausbildung zum Medizinisch Technischen Assistenten schwer? – Zahllose Fragen schwirrten gestern beim Tag Anke Richter

der offenen Tür durch die Flure der Medizinischen Schule des Cottbuser Carl-Thiem-Klinikums. Schüler, ob allein oder in Begleitung der Eltern, nutzten den Tag, um sich „ein Bild von den Berufen zu machen“ , wie es eine junge Besucherin formulierte.
Hebamme wolle sie nicht werden, sagte Franziska Rutz nach ihrem Rundgang. Die Beschreibung des Geburtsvorganges hatte einen bleibenden Eindruck auf die 16-jährige Schülerin hinterlassen. „Ergotherapie finde ich da schon spannender, aber diese Ausbildung wird hier leider nicht angeboten.“ Sie habe ja noch ein Jahr Zeit, bis sie sich für eine Ausbildung entscheiden müsse. „Uns geht es heute darum, viele Informationen zu sammeln“ , erklärte ihre Mutter Birgit Rutz.
Informationen wollten auch Marion Kummer und ihr Sohn Oliver. Gezielt schaute sich der 15-Jährige den Ausbildungsbereich Physiotherapie an. „Das möchte ich nach der Schule machen“ , so Oliver Kummer.
In jedem der Vorführungsräume warteten Schüler aus dem zweiten und dritten Lehrjahr auf die Besucher und ihre Fragen. „Es macht Spaß, mal zu zeigen, was wir hier so lernen“ , sagte die angehende Medizinisch Technische Assistentin Diana Noske. Sie und Jessica Herrmann führten den Gebrauch eines Video-Mikroskops vor.
Laut Schulleiterin Susanne Mitzscherling ist der Tag der offenen Tür so organisiert, „dass die Besucher eine Kombination aus Informationen und Vorführungen zu den sechs an unserer Schule unterrichteten Berufsbildern bekommen“ . Gezielt sollen dabei Schüler aus der Region und aus ganz Brandenburg angesprochen werden. „Denn die“ , erklärte die Schulleiterin, „werden bei Bewerbungen bevorzugt.“
Um Schülern weitere Einblicke in die Berufsbilder zu geben, lagen gestern Listen für einen Schnupperarbeitstag im Krankenhaus aus. „Das bieten wir seit einigen Jahren an und die Resonanz ist immer groß“ , berichtete Brunhild Daunert-Lehmann, Bereich Abteilungsleitung.