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| 02:33 Uhr

Der Ostsee braucht eine Seebühne

Peter Truppel aus Cottbus schreibt zum Strukturwandel der Lausitz: (…) Man hat den Eindruck, dass der kommende Ostsee der Kommune Cottbus und dem Land Brandenburg wie ein Klotz am Bein hängt. Der vormals recht ansprechende Masterplan für die zukünftige Entwicklung des Ostsees wurde bis auf ein klägliches Minimum zusammengestrichen.

Niemand hat eine Vorstellung, wer was wie finanzieren soll. Das Land übt sich in vornehmer Zurückhaltung und die Cottbuser Verwaltung nebst ihren Stadtverordneten sieht ihre Aufgabe darin, ein lautes Wehgeschrei über fehlendes Geld anzustimmen. (…) Andere im Umbruch befindliche deutsche Landesteile, wie z. B. das Ruhrgebiet, haben vorgemacht, wie man durch den Aufbau kultureller Leuchttürme die Lebensqualität und Attraktivität verbessern und entstandenen strukturellen Problemen begegnen kann. (…) Eine Seebühne muss her. Eine Seebühne, wie wir sie von Bregenz am Bodensee her kennen, nur moderner, größer, schöner. Eine solche Kulturstätte, die vom Cottbuser Staatstheater und namhaften Ensemble der Hauptstadt bespielt würde, wäre einmalig in Deutschland, sie würde nicht nur die Region aufwerten, sie würde auch positive Zeichen für einen Strukturwandel setzen. Ein solches Bauwerk würde Nachfolgeeinrichtungen, wie Hotels, Gastronomie, Freizeitanlagen, Infrastruktur nach sich ziehen und Arbeitsplätze schaffen. Doch wie soll eine solche Anlage finanziert werden? Wer ist bereit, Geld in die Hand zu nehmen, um zu investieren? Ich bin überzeugt, dass, wenn eine von der BTU erarbeitete Machbarkeitsstudie positive Ansätze bietet, sich auch Geldgeber finden werden, die in eine solche Einmaligkeit finanzieren. (…)