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| 11:44 Uhr

Der Frühlingsanfang 2009aus astronomischer Sicht

Laut Kalender hat der Frühling am 20.

März um 12.43 Uhr begonnen. Für Lausitzer veränderte dieser Moment nichts Bedeutendes. Das letzte Wochenende mit frühlingshaften Temperaturen war eindrucksvoller, der letzte Märzsonntag mit der Umstellung auf die Sommerzeit wirkt nachhaltiger. Meteorologen sprechen seit 1. März von Frühling. Die Blüte von Schneeglöckchen und Haselnuss bewirken seit einer Weile, dass Lausitzer im Allergie-Vorfrühling leben.

Was ist also Besonderes am astronomischen Frühlingsanfang? Schon in der Steinzeit erkannten die Menschen die Abfolge von Jahreszeiten. Mit Beginn des Ackerbaus war es nötig, die Abfolge möglichst genau vorherzusagen. Das Gedeihen der ersten Kulturpflanzen hing vom richtigen Saatzeitpunkt ab.

Schon die damaligen Menschen sahen, dass die Sonne in der warmen Jahreszeit höher am Himmel steht als in der kalten. Als es gelang, kürzere Zeiträume mit ersten Uhren zu bestimmen, wurde laut Planetarium auch erkannt, dass am Beginn des Frühlings die Zeit zwischen Sonnenauf- und Untergang genau so lang war, wie die zwischen Sonnenuntergang und erneutem Sonnenaufgang. Noch immer nennt man diesen Tag, den Frühlingsanfang, die Tag- und Nachtgleiche.

Astronomen mit Geometriewissen entwarfen Sternenkarten, in denen der Äquator der Erde an die Himmelskuppel projiziert war. Zeichnet man darin den Verlauf der Sonne ein und berechnet, wann sich diese genau wo befindet, so findet man den Punkt, an dem die Sonne von der südlichen Himmelshälfte auf die nördliche über den Himmelsäquator wandert. Das geschah am 20. März um 12.42 Uhr. Der Punkt auf dem Himmelsäquator, den die Sonne dabei berührt, heißt Frühlingspunkt.

Natürlich ist das am Himmel schwierig nachvollziehbar. Im Planetarium wird daher der Frühlingsanfang in der Show "Frühlingsgefühle" am Karfreitag und Ostersonntag in der Sternenkuppel zeigen. Wie der Titel verspricht, werden auch andere Aspekte der schönsten Jahreszeit nicht zu kurz kommen. ru