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| 14:38 Uhr

Unterhaltung
Ex-Cottbuser im Duell der Erfinder

Sie sind von ihrer Entwicklung überzeugt: Paul Klarhöfer, Maximilian Gassner und Thomas Janowski (v.l.) wollen den Markt der E-Bikes aufrollen – und in der Erfindershow von Stefan Raab punkten.
Sie sind von ihrer Entwicklung überzeugt: Paul Klarhöfer, Maximilian Gassner und Thomas Janowski (v.l.) wollen den Markt der E-Bikes aufrollen – und in der Erfindershow von Stefan Raab punkten. FOTO: Ridetronic
Cottbus/München. Der frühere BTU-Student Paul Klarhöfer tritt am Samstag in der Raab-Show „Das Ding des Jahres“ auf. Von Andrea Hilscher

Am Anfang standen ein paar kleine Schweißtropfen und der Wunsch, nach der morgendlichen Radfahrt durch den Münchner Berufsverkehr nicht so erhitzt ins Büro zu kommen. Der Mann, der da so ins Schwitzen geriet, heißt Thomas Janowski. Abhilfe suchte er bei seinem Freund Paul Klarhöfer, einem ehemaligen Cottbuser. „Thomas wollte mit dem E-Bike zur Arbeit fahren, die gängigen Modelle sind ihm aber alle zu schwer und zu hässlich“, erzählt Klarhöfer. Also entwickelten die beiden ein modernes Bike, dass so schön ist wie ein klassisches unmotorisiertes Fahrrad, dabei den Komfort des Elektroantriebs bietet.

Gemeinsam mit ihrem Kollegen Maximilian Gassner gründeten die drei in München ein junges Startup – und wurden prompt in die Erfindershow von Stefan Raab eingeladen. Am heutigen Samstagabend treten sie in der TV-Show im Duell gegen andere Erfinder an. Nach jeder Präsentation nehmen die Juroren Lena Gercke, Joko Winterscheidt und Rewe-Einkaufschef Hans-Jürgen Moog die Erfindungen genauer unter die Lupe: Sie begutachten, sie fassen an, sie testen, sie fragen und geben schließlich ihr persönliches Urteil ab, bevor das Studiopublikum die tatsächliche Entscheidung fällt: „Was können wir besser gebrauchen?“

Das Ziel aller Teilnehmer: am Ende der Staffel den Titel „Das Ding des Jahres“ zu erkämpfen. Damit verbunden ist ein Werbeetat von 2,5 Millionen Euro, den ProSieben den Gründern auf seinem Sendeplatz zur Verfügung stellt.

Paul Klarhöfer (27): „Das wäre natürlich fantastisch, damit könnten wir unsere Räder bundesweit sehr schnell bekannt machen.“ Der frühere Cottbuser, der an der BTU Elektrotechnik studiert hat, ist vor drei Jahren von der Lausitz aus nach München gezogen. „Die Jobchancen dort sind einfach besser.“ Jetzt wollen er uns seine Kollegen mit ihren E-Bikes den großen Coup landen. Die Räder der Erfinder wiegt 13 Kilogramm und ist damit nur halb so schwer wie ein normale E-Bike. Klarhöfer: „Erreicht wird die Gewichtsersparnis mithilfe einer neuen Antriebstechnologie, die wir selbst entwickelt haben.“ Die schlanke Akkueinheit ist in die Vorderradnabe integriert, dass Akkugehäuse dient als Nabe. Je nach Antriebsmodus können Strecken von 60 bis 80 Kilometern bewältigt werde ohne Nachzuladen.  „So haben wir es geschafft, die Vorteile des Elektroantriebs mit dem klassischen Fahrgefühl und dem Design eines unmotorisierten Fahrrads ideal zu kombinieren“, schwärmt Paul Klarhöfer.

Derzeit befindet sich das Gründer-Trio in der Vorseriensphase, bereits im September soll die Serienproduktion der Bikes beginnen. „Preislich liegen wir mit 3000 Euro im mittleren Segment der Branche“, sagt der frühere Cottbuser.

Am Samstag ab 20.15 Uhr setzt er alles daran, auch die Juroren von seinen Ideen zu überzeugen. Sollten er und seine Mitstreiter ihre Erfinderduelle gewinnen, wartet am 10. März das große Finale.