| 17:35 Uhr

Der braune Spuk in Cottbus ist beendet

Am Strassenrand geparkte Polizeifahrzeuge trennen am Dienstag (15.02.11) in Cottbus vor der Lutherkirche die Teilnehmer eines NPD-Aufmarsches (l.) von linken Gegendemonstranten.
Am Strassenrand geparkte Polizeifahrzeuge trennen am Dienstag (15.02.11) in Cottbus vor der Lutherkirche die Teilnehmer eines NPD-Aufmarsches (l.) von linken Gegendemonstranten. FOTO: dapd
LIVE-Ticker Cottbus. Mit einer Mahn- und Gedenkveranstaltung hat das Bündnis Cottbuser Aufbruch am Dienstag an den Luftangriff auf die Stadt zum Kriegsende erinnert. Mit seinen Aktionen wollte das Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, Stadt, Kirchen, Kammern und Polizei auch einem geplanten NPD-Aufmarsch die Stirn bieten. Eine Sitzblockade von Gegendemonstranten in der benachbarten Straße der Jugend hatte die Polizei in Atem gehalten. Inzwischen sind beide Demos zu Ende gegangen. Im Protokoll des Live-Tickers von LR-Online können Sie das Geschehen noch einmal nachlesen! boc/pk/sim/feg

|AKTUALISIEREN|

++ 21.27 Uhr ++ Der LIVE-Ticker ist damit auch zu Ende.

++ 21.25 Uhr ++ Eine kurze Hetzrede eines Rechtsextremisten auf dem Bahnhofsvorplatz ist beendet. Die Neonazis bewegen sich zur Abfahrt - und haben mit den letzten Worten noch mit der Rückkehr gedroht.

++ 21.22 Uhr ++ Die Straße der Jugend ist wieder frei für den Verkehr. Die Sitzblockierer haben die Fahrbahn friedlich geräumt.

++ 21.15 Uhr ++ Die Neonazis sind auf dem Bahnhofsplatz angekommen. Der braune Spuk wird in wenigen Augenblicken beendet.

++ 21.06 Uhr ++ Beide Gruppen haben sich ohne Probleme passiert. Die Neonazis sind schon auf dem Stadtring auf Höhe der Knappschaft und laufen zurück in Richtung Bahnhof.

++ 20.59 Uhr ++ Bei roter Fußgängerampel wurden die Neonazis auf die Straßenseite stadteinwärts geführt, die einseitig geräumt wurde. Die Sitzblockade ist also nur noch stadtauswärts. Die Polizisten haben einen Korridor gebildet und führen beide Gruppen direkt aneinander vorbei. Laute "Nazis raus"-Rufe schallen durch die Straße.

++ 20.56 Uhr ++ Der Neonazi-Aufmarsch wurde gestoppt. Die Rechtsextremisten stehen genau vor dem RUNDSCHAU-Gebäude und beschallen die Straße der Jugend mit Wagner-Musik.

++ 20.53 Uhr ++ Zuerst wird die Straßenseite stadteinwärts von der Polizei geräumt. Die Neonazis kommen den Gegendemonstranten auf der Spur stadtauswärts entgegen.

++ 20.46 Uhr ++ Die Polizei greift durch: Mit dem Stichwort "Los" haben sie begonnen, die Sitzblockade in der Straße der Jugend aufzulösen.

++ 20.44 Uhr ++ Die dritte Polizei-Durchsage hat final zum Räumen der Straßen aufgerufen. In drei Minuten wollen die Beamten sonst durchgreifen und die Gegendemonstranten von der Straße tragen.

++ 20.42 Uhr ++ Die Polizei wird bestimmter: Mit Durchsagen fordern Sie die Demonstranten auf, die Sitzblockade aufzulösen. Sonst wird geräumt.

++ 20.33 Uhr ++ Die Antikonflikt-Teams verhandeln mit den Sitzblockierern über das Ende der Blockade. Noch wird geredet.

++ 20.30 Uhr ++ Nach der Hauptkundgebung scheint sich der Nazi-Zug in Richtung Stadtzentrum in Bewegung gesetzt zu haben. Mobile Einsatzteams der Polizei laufen durch die Straße der Jugend. Die Sackgasse neben der RUNDSCHAU wurde von mehrere Polizeiautos abgeriegelt.

++ 20.10 Uhr ++ Die Autos fahren jetzt auch wieder in der Straße der Jugendvorsichtig stadteinwärts. Die Verkehr wird halb über den Gehweg an den Gegendemonstranten vorbei geführt.

++ 20.07 Uhr ++ Der Nazi-Zug hat sich doch planmäßig durch die Spremberger Vorstadt bewegt. Die Rechtsextremisten haben die Hermann-Löns-Straße durchlaufen und stehen im Augenblick vor dem Südfriedhof.

++ 20.04 Uhr ++ Das Verkehrschaos entspannt sich etwas. In der Thiemstraße rollt wieder der Verkehr. Die Autos in Richtung der besetzten Straße der Jugend werden von der Polizei über die Thiemstraße umgeleitet.

++ 19.49 Uhr ++ Die Sitzblockade erstreckt sich mittlerweile über beide Fahrspuren - also sowohl stadtein- als auch -auswärts. Die Polizei diskutiert über die Räumung der Straße.

++ 19.47 Uhr ++ Die Polizei hat die Straße der Jugend ab der Kreuzung Stadtring gesperrt. Die Sitzblockade wird aber vorerst nicht geräumt. In beide Richtungen stauen sich die Autos.

++ 19.40 Uhr ++ Die Nazis ziehen jetzt am Krankenhaus vorbei völlig abgeschirmt von der Polizei und ohne Beobachtung von Anwohnern. In den Nebenstraßen sammeln sich immer wieder Gegendemonstranten und rufen "Nazis raus!".

++ 19.29 Uhr ++ Die Zahl der Neonazis wird inzwischen auf etwa 230 geschätzt.

++ 19.26 Uhr ++ In der Straße der Jugend herrscht inzwischen Verkehrschaos: Die Spur stadtauswärts wird von Gegendemonstranten mit einer Sitzblockade behindert. Der Verkehr wurde kurz gestoppt, die Polizei leitet die Autos über die Straßenbahnschienen um. Die Gruppe soll aus 60 bis 70 Leuten bestehen.

++ 19.22 Uhr ++ Die Neonazis haben die Route spontan geändert. In der Eilenburger Straße soll die Abschlusskundgebung stattfinden, die eigentlich am Vattenfall-Gebäude geplant war.

++ 19.20 Uhr ++ In der Straße der Jugend hat sich stadtauswärts eine spontane Sitzblockade gebildet. Die Demonstranten sind von Polizisten umringt. Der Verkehr wird einseitig an ihnen vorbei geführt.

++ 19.10 Uhr ++ Der Neonazi-Aufmarsch hat inzwischen die Lutherkirche passiert. Die NPD-Anhänger wurden von den Gegendemonstranten ausgelacht wegen der geringer Teilnehmerzahl der angekündigten Demo.

++ 19.05 Uhr ++ Die Nazis laufen an der Lutherkirche vorbei. Die Gegendemonstranten empfangen die Rechtsextremisten mit einem lauten und schrillen Trillerpfeifenkonzert. Beide Gruppen werden von der Polizei getrennt.

++ 18.58 Uhr ++ Die Neonazis haben sich in Bewegung gesetzt. Die Gegendemonstranten beschallen die Kreuzung vor dem Bahnhof mit Reggae-Musik. Die NPD-Redner können aber nicht übertönt werden. Die Zahl der Nazis liegt bei geschätzt 150.

++ 18.55 Uhr ++ Mehrere kleine Gruppen haben immer wieder versucht, vor der Lutherkirche eine Sitzblockade aufzubauen. Sie wurden aber schnell wieder weggetragen. Auf der Straßenseite gegenüber der Lutherkirche haben sich auch Menschen versammelt.

++ 18.53 Uhr ++ Vor der Lutherkirche ist die Situation noch ruhig. Auf der Bühne spielt Musik, die Gegendemonstranten warten nach wie vor auf den Nazi-Zug.

++ 18.35 Uhr ++ Ronny Zasowk, NPD-Kreischef Lausitz hält auf dem Parkplatz vor dem Bahnhof die erste Hetzrede. Er schwadroniert von allierten "Weltbrandstiftern".

++ 18.30 Uhr ++ Weitere Polizeifahrzeuge fahren mit Blaulicht in Richtung Krankenhaus.

++ 18.28 Uhr ++ An der Lutherkirche steht ein Reihe mit Polizeifahrzeugen. Sie schirmen die Gegendemonstration an der Kirche von der Marschroute der Neonazis ab. Die Rechtsextremisten sind noch nicht losgelaufen.

++ 18.26 Uhr ++ Auf dem Bahnhofsvorplatz haben sich etwa 150 Neonazis versammelt. Es werden aber offenbar noch mehr erwartet.

++ 18.20 Uhr ++ Der Nazi-Aufmarsch ist vor der Lutherkirche noch nicht zu sehen.

++ 18.19 Uhr ++ Vor der Lutherkirche hat es den ersten Versuch einer Sitzblockade gegeben. Etwa zehn Menschen setzten sich auf die Thiemstraße, wurden aber innerhalb von noch nicht mal einer Minute von der Polizei weggetragen.

++ 18.16 Uhr ++ Durch die Thiemstraße in Richtung Sachsendorf fahren unzählige Polizeiautos mit Blaulicht.

++ 18.13 Uhr ++ An der Ecke Vetschauer- und Thiemstraße vor der Pückler-Passage blitzen die Blaulichter. Offenbar hat sich der Nazi-Zug in Bewegung gesetzt.

++ 18.03 Uhr ++ Das Friedensgebet in der Lutherkirche ist beendet.

++ 17.59 Uhr ++ Etwa 100 Neonazis stehen auf dem Bahnhofsparkplatz, es kommen aber noch immer mehr.

++ 17.57 Uhr ++ Der gesamte Bahnhofsvorplatz steht voller Polizeifahrzeuge. Der Platz ist abgeriegelt von mehreren hundert Polizei-Beamten. Die Neonazis sammeln sich nur zögerlich vor dem Bahnhofsgebäude. Polizisten sichern die Bahnhofshalle und die Marschroute ab.

++ 17.55 Uhr ++ Der Platz vor der Lutherkirche ist inzwischen gut gefüllt. Einige Hundert Cottbuser haben sich zur Gedenkveranstaltung versammelt. Um kurz vor 18 Uhr läuten die Glocken.

++ 17.38 Uhr ++ Die Lutherkirche steht symbolisch für den Luftangriff auf Cottbus: Das Gotteshaus brannte bei dem Bombardement am 15. Februar 1945 aus und wurde später wieder aufgebaut.

++ 17.32 Uhr ++ Unter den "Demonstranten" vor der Lutherkirche sind viele Kinder und Familie, die dem Nazi-Aufmarsch die Stirn bieten wollen.

++ 17.15 ++ Die Gedenkveranstaltung vor der Cottbuser Lutherkirche hat begonnen. Als erstes steht das Cottbuser Kindermusical auf der Bühne. Davor herrscht Volksfeststimmung.

„Cottbus – Kein Ort für Nazis!“ Cottbuser erinnerten am Dienstag (15. Februar 2011) an den Bombenangriff auf die Stadt kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges und protestierten zugleich gegen die Vereinnahmung des Tages durch Neonazis.
„Cottbus – Kein Ort für Nazis!“ Cottbuser erinnerten am Dienstag (15. Februar 2011) an den Bombenangriff auf die Stadt kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges und protestierten zugleich gegen die Vereinnahmung des Tages durch Neonazis. FOTO: M. Behnke (DC)