März 1929, im pommerschen Stolp geboren. Nach erster Steinmetzausbildung in Posen besuchte er die Kunsthochschule Burg Giebichenstein, die er abbrach, und absolvierte von 1952 bis 1955 die Hochschule für angewandte Kunst Berlin-Weißensee. Im Jahr 1955 übersiedelte er als freischaffender Künstler in das rasch wachsende Hoyerswerda, um bei der Gestaltung neuer Stadträume mitzuwirken. In den Jahren 1970 bis 1986 entwickelte Woyski künstlerische Konzeptionen für Schwedt, Potsdam, Nordhausen, Spremberg, für den Krankenhausgarten und den Ehrenhain in Hoyerswerda. Er wurde im Jahr 1969 als ordentliches Mitglied der Akademie der Künste der DDR gewählt und im Jahr 1998 Hoyerswerdas Ehrenbürger. International bekannt wurde Woyski mit den alle zwei Jahre unter seiner künstlerischen Leitung in Hoyerswerda abgehaltenen Bildhauersymposien, deren Werke in mehreren Städten der Lausitz stehen, in Cottbus zum Beispiel die Sandsteinplastik "Beschütztes Leben" im Puschkinpark. Die Stadt Cottbus durfte und darf zahlreiche weitere Woyskis (insgesamt 18) ihr Eigen nennen. Dazu gehörte die im Jahr 1957 aufgestellte und im Jahr 2007 gestohlene Carl-Blechen-Skulptur im gleichnamigen Park, dort auch das "Liebespaar unterm Regenschirm" von 1964, der "Sorbenbrunnen" und die "Drei Grazien" in der Sprem, die "Kinder am Klettergerüst" (heute im Sportzentrum), die beiden "Weiblichen Akte" in der Stadtpromenade (ebenfalls gestohlen), der "Spreewaldbrunnen" im Patientenpark des Thiem-Klinikums und mehrere Arbeiten für das Bildungszentrum (heute BTU-Campus), von denen einige nach dem Jahr 1990 verschollen sind ("Junges Paar" und "Kraniche"). Der Bildhauer Jürgen von Woyski starb am 30. Mai 2000 in Dresden. rn/hhk