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| 12:33 Uhr

Der Anfang für den Bahnhofs-Umbau

Oberbürgermeister Frank Szymanski gab neuen P&R-Parkplatz frei: Gemeinsam mit Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger gab Oberbürgermeister Frank Szymanski am Montag den neuen Park & Ride-Parkplatz westlich des Hauptbahnhofsgebäudes frei.
Oberbürgermeister Frank Szymanski gab neuen P&R-Parkplatz frei: Gemeinsam mit Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger gab Oberbürgermeister Frank Szymanski am Montag den neuen Park & Ride-Parkplatz westlich des Hauptbahnhofsgebäudes frei. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Mit der Freigabe des neuen Pendler-Parkplatzes ist am Montag der Grundstein für den umfassenden Umbau des Cottbuser Hauptbahnhofs gelegt worden. In den kommenden fünf Jahren sollen rund 50 Millionen Euro in den Standort fließen. pk

Seit Montagmorgen hat Cottbus einen nagelneuen Pendler-Parkplatz. Nach gut einem Jahr Bauzeit sind auf der Westseite des Hauptbahnhofs 290 Stellplätze entstanden. Gleichzeitig verschwand eine Brache. Das seit Jahren ungenutzte ehemalige Postverteilzentrum wurde abgerissen. Zur Freigabe war sogar Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) angereist. Das kommt nicht von ungefähr: Ist doch der Pendler-Parkplatz nur der Anfang für das größte Verkehrsprojekt des Landes, wie es der Minister bezeichnet.

Denn sowohl die Stadt als auch die Bahn selbst wollen in den Standort in den kommenden fünf Jahren insgesamt rund 50 Millionen Euro investieren. So wird sich die Bahn um den barrierefreien Umbau der zehn Bahnsteige kümmern und den Neubau des Spreewaldtunnels - an dem sich die Stadt auch finanziell beteiligen muss. Im nächsten Jahr soll es losgehen, bis ins Jahr 2019 werden die Arbeiten nach bisherigen Plänen der Bahn dauern.

Im selben Zeitraum will die Stadt aus dem Bahnhofsvorplatz einen echten Verkehrsknoten machen, wo die Fahrgäste zwischen Zug, Straßenbahn, Bus und Auto bequem umsteigen können. Die Straßenbahn wird direkt am Bahnhofsgebäude vorfahren, gleich daneben bekommt der Busbahnhof seinen neuen Standort. So sagt denn auch Baudezernentin Marietta Tzschoppe (SPD) bei der Parkplatzfreigabe: "Das ist das erste kleine Projekt im großen Projekt."

Dann sagt der Verkehrsminister endlich die ersehnten Worte: "Die finanzielle Seite wird abgesichert. Das sage ich zu." So deutlich hatte sich das Land bislang noch nicht zum Umbau des Cottbuser Bahnhofs bekannt. Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD) nimmt das wohlwollend zur Kenntnis und betont: "Cottbus ist das Oberzentrum im Süden des Landes. Es wird Zeit, dass wir den Verkehrsknoten endlich hinkriegen." Die Stadt will nach seinen Worten im nächsten Jahr mit den Arbeiten am Bahnhofsvorplatz starten.

Die Voraussetzung dafür ist mit der Verlegung des Pendler-Parkplatzes auf die Westseite des Bahnhofs geschaffen worden. Von dort führt ein barrierefreier Weg direkt zum Bahnhofsgebäude. Der direkte Zugang zum Bahnsteig 1 ist aus Sicherheitsgründen bislang mit einem Zaun versperrt. Doch Bahnhofsmanagerin Ute Stuhr macht Hoffnung: "Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dem Umbau des Bahnhofs eine Zuwegung zum Bahnsteig 1 hinbekommen."

In den Neubau des Pendler-Parkplatzes sind inklusive Abriss des alten Postverteilzentrums rund 2,3 Millionen Euro geflossen. Es stehen 290 Stellplätze zur Verfügung. Dazu gehören elf Behinderten-, vier Eltern-Kind- und vier Motorradparkplätze. Für die Nutzung werden keine Gebühren erhoben. Im Herbst wird der Parkplatz grün: 65 Bäume (Rotahorn, Echte Hängebirke, Ulme, Silberpappel) und Sträucher werden gepflanzt.

Kommentar: Potsdam aus der Deckung gelockt