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| 19:05 Uhr

Zeitgeschichte
Denkmal mahnt in Burg vor Krieg

Das Soldatendenkmal steht wieder.
Das Soldatendenkmal steht wieder. FOTO: Marion Hirche
Burg. Restaurierung des Soldatenreliefs wurde aus Spenden finanziert. Von Marion Hirche

In Burg in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche gibt es ein neues Denkmal: Die Figur des Soldaten ist Bestandteil eines 1922 neben der Kirche eingeweihten Kriegerdenkmals gewesen. Damals wurden die 181 Burger gewürdigt, die im 1. Weltkrieg ihr Leben lassen mussten. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Figur des Soldaten und der Spruch im darunter befindlichen Kranz entfernt und auf dem Kirchhof vergraben. 1948 kam an das Denkmal an die kahle Stelle ein Kreuz. Die evangelische Kirchgemeinde schuf im November 1954 eine Gedenkhalle für die Gefallenen beider Weltkriege im Vorraum der Kirche. Auf 29 Tafeln sind die 568 Namen aller Gefallenen notiert. 1992 wurde die Platte mit dem Soldatenrelief auf dem Kirchhof ausgegraben und auf ein Privatgrundstück gebracht. Einige Burger äußerten den Wunsch, den Soldaten wieder am Denkmal anzubringen. Das lehnten die Gemeindekirchenratsmitglieder 2010 mehrheitlich ab.

Ein Förderverein nahm sich dieser Sache an und sammelte Spenden, damit das Soldentenrelief restauriert werden konnte. Die Gemeindevertretung suchte mit dem Verein nach einer Lösung und so konnte jetzt auf Gemeindegrund das historische Denkmal 100 Jahre nach dem Ende des 1. Weltkriegs wieder errichtet werden. Bürger und Sponsoren unterstützten das Anliegen ebenfalls. Eine Informationstafel neben der Steinplatte mahnt: „Gegen das Vergessen, bitte kein Krieg“. „Wir sind sehr froh, dass es uns gelungen ist, im Jahr der 100. Wiederkehr des Kriegsendes diese Alternativlösung für das Soldatenrelief gefunden zu haben. Uns geht es nur um die Erinnerung an die Gefallenen. Wir bedanken uns bei der Gemeindevertretung“, betont der Vorsitzende des Fördervereins Gerhard Ragotzky.