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| 15:19 Uhr

Cottbus
Den Branitzer Park erwarten Veränderungen

Der Rehgarten ist bislang ein unscheinbares Wäldchen. Die Büste von Karl August von Hardenberg hat dort ihren Platz.
Der Rehgarten ist bislang ein unscheinbares Wäldchen. Die Büste von Karl August von Hardenberg hat dort ihren Platz. FOTO: Peggy Kompalla
Cottbus. Über ein deutsch-polnisches Förderprogramm mit Zielona Góra fließen rund 2,8 Millionen Euro in vier Projekte in Cottbus. Von Peggy Kompalla

Im Spätherbst und Winter werden im Branitzer Park die Sägen angesetzt. Darüber informierte Mandy Hackel die Abgeordneten während des jüngsten Bildungsausschusses. Dabei handelt es sich allerdings nicht um die üblichen Pflegearbeiten. Vielmehr werden vier Sanierungsprojekte begonnen, die über das europäische Förderprogramm Interreg finanziert werden, so die Projektleiterin im Rathaus. Demnach fließen über das Programm bis zum Jahr 2020 rund 2,8 Millionen Euro in den Branitzer Park. Cottbus hat den Antrag gemeinsam mit der Partnerstadt Zielona Góra (Grünberg) gestellt, wo 2,7 Millionen Euro für in die Wiederherstellung des Parks Zatonie (Günthersdorf) ausgegeben werden.

In Branitz werden in dem Zusammenhang vier Projekte umgesetzt. „Die Hauptarbeiten laufen im Jahr 2019“, berichtete Mandy Hackel. Dazu gehört die Sanierung des Venusbeets. Die Figur steht gegenüber dem Schloss und soll ihre Original-Gestaltung erhalten. Dazu gehören Blumenbeet, Rasenspiegel und ein aufwendiger Skulpturenring. „Die Abgüsse sind teils noch erhalten“, erklärte die Projektleiterin.

Die Säge wird insbesondere bei der Wiederherstellung des Rehgartens und des Hardenbergplatzes in Einsatz kommen. „Aus dem Wildwuchs soll wieder ein Parkteil werden“, erklärte Mandy Hackel. „Es werden Lichtungen geschlagen und drei Brücken über Gräben errichtet. Auf diese Weise wird wieder eine Verbindung zum Park hergestellt.“

An der Forster Straße wird ein neuer Parkeingang über die Pücklerallee hergerichtet. „Das ist die Verbindung von Innen- zu Außenpark“, so die Projektleiterin. Dazu gehöre auch die Erneuerung von Straße, Geh- und Radwegen sowie die Verlegung der Bushaltestelle.

Im Herbst werde darüber hinaus mit der Wegesanierung begonnen. „Der Parklauf im Oktober ist abgesichert“, versicherte Mandy Hackel. Die Arbeiten ziehen sich im Grunde durch den gesamten Innenpark. Sie werden demnach von gartenarchäologischen Untersuchungen begleitet.

Für das länderübergreifende Marketing hat darüber hinaus eine Polnisch-Muttersprachlerin ihre Arbeit für die Stiftung aufgenommen.