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| 14:05 Uhr

Wenig Einheit am Tag der Deutschen Einheit in der Lausitz
Zukunft Heimat und Cottbus nazifrei demonstrieren in Cottbus

Der Stadthallenvorplatz wird zum Tag der Deutsche Einheit wieder Ort für Proteste: Der Golßener Verein Zukunft Heimat protestiert gegen „multikulturellen Globalismus“, zeitgleich ruft das Bündnis Cottbus Nazifrei zu einer Demo gegen Rassismus und Rechtsextremismus auf.
Der Stadthallenvorplatz wird zum Tag der Deutsche Einheit wieder Ort für Proteste: Der Golßener Verein Zukunft Heimat protestiert gegen „multikulturellen Globalismus“, zeitgleich ruft das Bündnis Cottbus Nazifrei zu einer Demo gegen Rassismus und Rechtsextremismus auf. FOTO: ZB / Patrick Pleul
Cottbus. Zwei Verbände, unterschiedliche Weltansichten: Am Tag der Deutschen Einheit haben in Cottbus der Verein Zukunft Heimat, der sich gegen eine Multikulti-Gesellschaft ausspricht, und das Bündnis Cottbus Nazifrei, das sich für Weltoffenheit und Toleranz einsetzt, zeitgleich zu Demonstrationen aufgerufen.

Der Golßener Verein Zukunft Heimat ruft am Mittwoch zur Demonstration vor der Stadthalle auf. Am Tag der deutschen Einheit soll demnach ab 14 Uhr ein Zeichen gegen den „multikulturellen Globalismus“ gesetzt werden, heißt es in einer Ankündigung des Vereins.

Dagegen stellt sich das Bündnis Cottbus Nazifrei, um ein Zeichen für ein offenes und solidarisches Cottbus zu setzen. Die Kundgebung ab 13.30 Uhr ist demzufolge unweit des Stadthallenvorplatzes an der Stadtmauer, Ecke Berliner Straße, geplant. Sie steht unter dem Motto: „Ausgehetzt – Rechte Einheit aufbrechen“.

Derweil erklärt das Bürgerbündnis Cottbuser Aufbruch zum Tag der Wiedervereinigung: „Kein Mensch darf ermordet, gejagt und/oder anderweitig diskriminiert werden. Weder in Chemnitz, Köthen, Cottbus oder wo auch immer. Trotzdem geschieht es.“ Weiter heißt es in der Erklärung: „Wir verurteilen den mutmaßlichen Mord von Chemnitz und jede andere Mord- und/oder Straftat. Wir kritisieren nicht weniger jene, die solche Straftaten instrumentalisieren und für menschenverachtende oder demokratiefeindliche Propaganda missbrauchen. Die große Mehrheit friedlich trauernder und teilweise zu Recht über die Versäumnisse der Politik verärgerten Bürger nehmen wir von dieser Kritik ausdrücklich aus.“

(pk)