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| 18:31 Uhr

Lärmschutz-Krisenrunde
B169: Noch keine Lösung für genervte Anwohner

Der Krach, den täglich mehr als 1000 Schwerlaster auf der B169 wie hier in Allmosen verursachen, überschreitet Lärm-Schwellenwerte deutlich.
Der Krach, den täglich mehr als 1000 Schwerlaster auf der B169 wie hier in Allmosen verursachen, überschreitet Lärm-Schwellenwerte deutlich. FOTO: LR / Jan Augustin
Potsdam. Am Dienstagnachmittag hat im Potsdamer Infrastrukturministerium eine Krisenrunde mit Ministerin Kathrin Schneider (SPD) und Kommunalpolitikern aus dem Süden Brandenburgs stattgefunden. Gemeinsam wollten sie nach Lösungen suchen für den Lärmschutz an der B169

Die Ausgangslage ist eigentlich klar. Anwohner an der B169 in Klein Oßnig und Allmosen haben ein Urteil erstritten, dass sie vom Lkw-Verkehr auf der vielbefahrenen B169 in ihrem Ort befreit. Das Urteil des Verwaltungsgericht Cottbus war vom Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg noch einmal vollumfänglich bestätigt worden. Das hatte der Landrat des Oberspreewald-Lausitz-Kreises, Siegurd Heinze (parteilos), überprüfen lassen.

Doch nach wie vor rollen tausende Lkw täglich über die Straße. Viele von ihnen nutzen die Strecke nur als Abkürzung zwischen den Autobahnen A15 und A13. Auf den Weg in den Süden sparen die Fahrer dabei etwa 30 Kilometer.

Brandenburgs  Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) hatte zur Krisenrunde eingeladen.
Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) hatte zur Krisenrunde eingeladen. FOTO: dpa / Bernd Settnik

Landrat Siegurd Heinze hatte angekündigt, seinen Streckenabschnitt um die Ortschaft Allmosen konsequent für Lkw zu sperren. Der Nachbarlandkreis Spree-Neiße versuchte derweil das Problem mit dem Angebot von Lärmschutzmaßnahmen zu beheben, was die klagenden Anwohner abgelehnt haben.

Infrastrukturministerin Kathrin Schneider hatte nun am Dienstag die beiden Landräte und auch den Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) eingeladen, um nach einer Lösung zu suchen. In Cottbus geht die Angst um, dass eine Sperrung der Strecke zu katastrophalen Zuständen im Stadtteil Gallinchen führen könnte.

Unter Druck gerät inzwischen auch der Landrat des Spree-Neiße-Kreises Harald Altekrüger (CDU). Die SPD im Kreistag fordert inzwischen nämlich auch eine Sperrung der Strecke für Transit-Lkw.

Noch sei keine Entscheidung gefallen, wie es in der Lkw-Frage auf der Straße weitergeht, hieß es am Dienstagabend nach der Runde aus dem Ministerium. Weitere Details und das weitere Vorgehen wurden am Abend noch nicht bekannt.

(si)