(hil) Der Abschlussbericht der Kohle-Kommission ist auch in der Cottbuser Innenstadt ein Thema. Klaus Bader, Bauingenieur im Ruhestand, sagt zu den ausgehandelten Vorschlägen: „Da stecken viele anständige Ideen und Vorschläge drin.“ Ihm gefällt, dass viele verschiedene Bereiche in dem Papier angesprochen werden. „Die Institute für die Universität und viele andere Pläne halte ich für ausgesprochen gut.“ Allerdings müssten diese Vorschläge nun auch umgesetzt werden. „Jetzt ist es der politische Wille, der zählt.“

Lukas Winkler, Schüler aus Peitz, hat ebenfalls mit Spannung auf die Ergebnisse der Kohle-Kommission gewartet. „Wenn man hier in der Region lebt, dann wird man natürlich auf die ein oder andere Weise immer wieder von dem Thema berührt. Verwandte arbeiten in der Kohle, viele Freunde sind eher in den Umwelt-Verbänden aktiv.“ Er selbst hätte sich etwas mehr Tempo beim Kohleausstieg gewünscht. „In der Region wird schließlich schon seit Jahren am Strukturwandel gearbeitet, da hätte man jetzt schon weiter sein können.“ Insgesamt aber sieht er in den verschiedenen angedachten Maßnahmen viele Chancen. „Damit werden in ganz unterschiedlichen Bereichen Arbeitsplätze geschaffen.“

Hin- und hergerissen ist die Cottbuserin Kornelia Knobloch. Seit dem ersten Januar Rentnerin, findet die frühere Bankangestellte den Gedanken an den Kohleausstieg generell gut. „Das nützt der Umwelt und ist deshalb wichtig für uns alle, auch für die künftigen Generationen.“ Sorgen bereiten ihr aber die bedrohten Arbeitsplätze in den Tagebauen und in den Kraftwerken. „Ich hoffe, dass diese Arbeitsplätze tatsächlich ersetzt werden können. Das wäre wichtig für die Region.“