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David Lehmann in der Galerie Fango

David Lehmann (l.) bei seiner Ausstellungseröffnung mit Michael Schierack, Landesvorsitzender der CDU Brandenburg, und dem Fotografen Walter Schönenbröcher (r.), der gerade aus New York zurück ist, wo er einige seiner Fotos ausgestellt hatte.
David Lehmann (l.) bei seiner Ausstellungseröffnung mit Michael Schierack, Landesvorsitzender der CDU Brandenburg, und dem Fotografen Walter Schönenbröcher (r.), der gerade aus New York zurück ist, wo er einige seiner Fotos ausgestellt hatte. FOTO: Johannes M. Fischer
Cottbus. Unter dem Titel "Parerga und Exil" ist am Samstag eine Ausstellung des Cottbuser Künstlers David Lehmann eröffnet worden. Sie zeigt den Meisterschüler der Universität der Künste als Suchenden nach eigenen Wegen. rur1

Dabei liegt der Fokus nicht auf "Hauptwerken". Mit "Warten auf Medea", mit dem David Lehmann 2014 den Meisterschülerabschluss erlangte, ist nur ein großformatiges Werk zu sehen. Es belegt das Interesse an griechischen Mythen, Geschichte und philosophischer Durchdringung der vielgestaltigen Werke.

Gezeigt werden im Fango, wo sich der mehrfache Preisträger schon 2009, am Anfang seiner Karriere, vorstellte, vor allem "Beiwerke", meist Zeichnungen. In dieser Kunstrichtung vervollkommnet sich der Cottbuser seit einiger Zeit kontinuierlich. Die Werke stehen für sich, sind keine Studien für Gemälde, obwohl auch in diese zeichnerische Momente einfließen. Alle Titel der Serie beginnen mit M. Der Buchstabe wurde vom Künstler blind gewählt nach dem Vorbild des Zettelkastens von Niklas Luhmann. Die Motive wurden zart mit einem Rapidographen, einem Architektenstift mit besonders feiner Spitze, auf das Papier gebracht. Sie stehen für Entschleunigung und sie verkörpern die Bemühungen, der Informationsflut des Internets eine eigene Ordnung und künstlerische Sprache entgegenzusetzen.

Das erste Video "Fast Forward" deutet eine mögliche neue Richtung im Werk David Lehmanns an, der mit dem Nachwuchsförderpreis für Bildende Kunst des Brandenburger Kulturministeriums, dem Regina-Pistor-Preis, dem Deutschlandstipendium des Bundesbildungsministeriums und einem Kleist-Sonderstipendium ausgezeichnet wurde.