Zehn Meter Radweg, die befestigt werden müssen, sind in Werben ein unlösbares Problem. Radfahrer wie Erwin Kubela (76), die die Schotterpiste zwischen der Haltestelle und dem Abzweig Müschen auf dem Weg in Richtung des Spreewald-Ortes Burg oft nutzen, sind verärgert. Denn sie werden ausgebremst. Und ungefährlich ist der steinige Fahrbahnbelag auch nicht, sagt der Werbener.
Die Bushaltestelle ist im Auftrag des Landkreises Spree-Neiße saniert worden. Der Landesbetrieb Straßenwesen hat den straßenbegleitenden Radweg errichten lassen. Der Abschnitt dazwischen ist Gemeindeland. Die Werbener haben die zehn Meter mit Schotter befestigt. Mehr ist nicht finanzierbar.

Keine Fördergelder für Werbener Radweg

Bürgermeister Joachim Dieke sieht den Bedarf, den Abschnitt zu befestigen und damit flott zu machen, durchaus. „Denn hier kommen viele Radfahrer lang“, sagt er. Aber ohne Fördermittel gehe nichts. Die Idee, die zehn Meter Radweg im laufenden Ausbauprogramm des Spree-Neiße-Kreises zu schaffen, habe sich zerschlagen. „Es tut mir leid“, sagt Dieke. Dieser Lückenschluss liegt nicht auf einem Fernradwanderweg. Nur für diese aber gibt es aktuell die Fördergelder.
Das Bauplanungsamt des Landkreises verweist auf das Amt Burg, das hier in den Verkehrsweg der Radfahrer investieren müsse. Auch Frank Kuckert von der Unteren Straßenbaubehörde Spree-Neiße sind die Hände gebunden. Joachim Dieke sagt, er lasse nichts unversucht, das Dauerproblem zu lösen.