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| 20:25 Uhr

Cottbus
Das Strombad soll so bleiben

Das Strombad soll als Ort für alle erhalten bleiben. Das haben die Freunde des Freizeitzentrums am Sonntag noch einmal laut betont.
Das Strombad soll als Ort für alle erhalten bleiben. Das haben die Freunde des Freizeitzentrums am Sonntag noch einmal laut betont. FOTO: Michael Helbig
Cottbus . Nachdem sich der bisherige Betreiber zurückzieht, ist die Zukunft des Strombads ungewiss. Dabei soll es bleiben wie es ist. Von Michael Helbig

Zu einer besonderen Fotoaktion unter dem Motto „Strombad für alle!“ haben sich am Sonntagnachmittg mehr als 100 Freunde und Unterstützer des Cottbuser Strombades getroffen. Sie wollen das einstige Spreebad als offenen und vielfältigen Ort erhalten – auch nachdem sich der Verein Jugendhilfe als bisheriger Betreiber zurückzieht. Der Strombadverein hatte zu der Aktion am Sonntag aufgerufen und startete vor Ort eine Unterschriftensammlung zum Erhalt des Geländes. Die Stadt sucht derzeit einen neuen Betreiber. Der Strombadverein unterstrich mit der Veranstaltung am Sonntag sein Interesse, diese Aufgabe zu übernehmen. Benjamin Mäffert vom Vorstand des Strombadvereins erklärte: „Wir hätten gern einen neuen Pächter, der das Gelände betreibt. Für uns ist ganz wichtig, dass das Strombad dabei seinen Charakter behält. Es soll weiterhin ein Ort für alle sein.“

Florian Baumert vom Verein ergänzte: „Wir sind offen für alle Vereine und Veranstaltungen, die sich im Strombad präsentieren wollen.“ Er selbst gehört etwa zum Organisationsteam des Festivals „Stuss am Fluss“, das im Strombad sein Zuhause hat. Aus den Projekten der vergangenen Jahre habe sich gezeigt, dass die jungen Menschen – Schüler und Studenten – den Ort lieben, weil sie dort die Freiheit haben, Eigenes auf die Beine zu stellen. Der Strombadverein sieht die Zukunft darin, das Gelände für Jugendliche und Familien offen zu halten, den Club Chekov zu erhalten und das Areal für Privatfeiern nutzbar zu machen.

Hans-Jürgen Gruhne (78) war extra von Burg nach Cottbus gekommen. „Ich finde es nicht schön, dass das schöne Cottbuser Freizeitzentrum zur Disposition steht. In der Konsequenz wird doch jetzt den jungen Leuten eine Möglichkeit zur Freizeitgestaltung entzogen. Deshalb bin ich heute hier. Wir wollen die Verantwortlichen davon überzeugen, dass hier viel los ist und dass das erhalten werden muss.“ Sven Mahnhardt knüpfte seine ganz persönlichen Erinnerungen an seine Teilnahme an der Fotoaktion zum Erhalt des Cottbuser Strombades. „Als kleiner Stift habe ich hier schwimmen gelernt. Damals habe ich das Strombad kennen und lieben gelernt. Es waren eben die ersten Badeerlebnisse in der Spree.“