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| 18:18 Uhr

Blick in die Vergangenheit
Positive Bilanz im Stadtmuseum

Cottbus. Museumschef Krestin hofft auf Möglichkeiten zur Außenwerbung an der Fassade. Von Andrea Hilscher

Steffen Krestin, Leiter der Stadtgeschichtlichen Sammlungen, blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. Im Stadtmuseum konnte er 2018 knapp 2000 Tagesgäste  begrüßen. Zwar waren das etwa 160 weniger als im Vorjahr, damals aber habe eine Spielzeugausstellung besonders viele Menschen angezogen, so Krestin. Die Veranstaltungen des Stadtmuseums haben 3314 Menschen genutzt, 1796 kamen im Rahmen von museumspädagogischen Angeboten. „Wir sehen diese Resonanz sehr positiv“, sagt Krestin, noch mehr Schulen könne man personell nicht verkraften. Nach Auskunft Krestins sind im Hause im vergangenen Jahr exorbitant viele Überstunden angefallen. „Mehr geht nicht.“

Die Mitglieder des Kulturausschusses wollen trotzdem alles daran setzen, die Attraktivität des Museums für Besucher aller Altersklassen zu erhöhen. Wichtiger Punkt dabei: eine attraktive Außenwerbung, die derzeit aus denkmalrechtlichen Gründen nicht erlaubt ist. Hier wollen die Abgeordneten versuchen, eine Änderung der Denkmalgestaltungssatzung zu erwirken. Gudrun Breitschuh-Wiehe (Bündnis90/Grüne): „Wenn der Martin-Gropius-Bau in Berlin die Fassade für Außenwerbung nutzen darf, müsste das bei uns doch auch gehen.“

Zweiter wichtiger Verbesserungsvorschlag: ein Fahrradständer in Museumsnähe. Steffen Krestin: „Gerade für Touristen oder Schüler wäre es wichtig, dass die Räder ordentlich abgestellt werden können.“ Kulturamtsleiter Bernd Warchold: „Eine Fahrradstandanlage würde rund 25 000 Euro kosten, steht derzeit nicht zur Debatte.“ Auch das „Sorgenkind“ Bahnhofstraße 52 mit dem Stadtarchiv könne derzeit aus finanziellen Gründen nicht saniert werden. Schulen und Kitas hätten Vorrang, so Warchold.

Städtische Akten sind derzeit auch in einem Gebäude in der Hallenser Straße eingelagert. Diese Räume sollen künftig für eine neue Grundschule genutzt werden. „Die Akten aber müssen nicht zwangsläufig umziehen“, sagt Bernd Warchold. „Sie liegen in einem Luftschutzraum, der nicht unbedingt gebraucht wird.“