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| 19:14 Uhr

Das Nagelkreuz hat seinen neuen Platz in der Oberkirche gefunden

Jost Hasselhorn von der Dresdner Frauenkirche und Martin Williams aus Coventry übergaben das Nagelkreuz in der Oberkirche.
Jost Hasselhorn von der Dresdner Frauenkirche und Martin Williams aus Coventry übergaben das Nagelkreuz in der Oberkirche. FOTO: rur1
Cottbus. Mit einem Festgottesdienst ist das Nagelkreuz von Coventry am Samstag an die Gemeinde der Oberkirche übergeben worden. Das weltweite Symbol für die Versöhnung der Völker hatte von 1984 bis September 2014 seinen Platz in der Schlosskirche, die kürzlich zur Synagoge geweiht wurde. rur1

Zur Umrahmung erklang Musik von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Joseph Haydn und Georg-Friedrich Händel, die sowohl in Deutschland als auch in England gewirkt hatten.

"Ich schließe Cottbus seit 31 Jahren Cottbus in meine Gebete ein und bin erstmals hier", sagte Lay Canon Martin Williams von der Kathedrale Coventry. Er bat die Gläubigen, im Sinne des Versöhnungsgebets und der Worte "Herr vergib" weltweit für Versöhnung und Frieden zu wirken.

Oberkirchenrat Oliver Schuegraf, Vorsitzender der deutschen Nagelkreuzgemeinschaft, rief dazu auf, Hass und gegenseitiges Aufrechnen von Schuld zu überwinden, um die Spirale von Gewalt und Gegengewalt zu durchbrechen. Das sei besonders geboten angesichts der vielen Kriege und Krisen wie in der Ukraine und der Millionen Flüchtlinge. "Diese klopfen auch an die Türen unserer Städte und dürfen nicht auf Ablehnung stoßen, wie sie Pegida verbreitet", sagte Schuegraf. "Wir haben aufgerufen, die nur noch zweiköpfige Cottbuser Nagelkreuz-Trägergemeinschaft zu stärken und zu reaktivieren", sagte Pfarrer Christoph Polster. "Dafür nutzen wir auch die Friedensgebete am Montag, in die das Versöhnungssymbol einbezogen wird. Einmal im Monat soll es in diesem Rahmen eine Nagelkreuzandacht geben."