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| 19:52 Uhr

Cottbus
Das Los entscheidet über Neubesetzung

Reinhard Drogla griff in die Loskiste. Gerold Richter leitete das Verfahren.
Reinhard Drogla griff in die Loskiste. Gerold Richter leitete das Verfahren. FOTO: Peggy Kompalla / LR
Cottbus. Unser Cottbus/FDP, Grüne und AfD müssen für Ausschuss und Aufsichtsräte aufs Glück setzen. Von Peggy Kompalla

Um vier Sitze in kommunalpolitischen Gremien haben die Fraktionen Unser Cottbus/FDP, Grüne und AfD gebuhlt. Am Mittwoch entschied das Los. Alle drei Fraktionen hatten denselben Anspruch auf jeweils einen Sitz im Jugendhilfeausschuss, im Aufsichtsrat des Carl-Thiem-Klinikums (CTK) und der Messegesellschaft CMT sowie dem Zweckverband der Sparkasse Spree-Neiße. Die AfD verzichtete einmal und ging am Ende leer aus. Grüne und Unser Cottbus/FDP erhielten mit Losglück jeweils zwei Sitze.

Ein Vorgang mit Seltenheitswert spielte sich am Mittwoch im Hauptausschuss ab – bei dem der Ausschussvorsitzende Reinhard Drogla (SPD) zur Losfee avancierte. So schreibt es der Gesetzgeber vor. Das Prozedere leitete Gerold Richter an. Er ist der Chef des Büros für Stadtverordnetenangelegenheiten. Da sich die drei Fraktionen zuvor nicht untereinander über die Sitzverteilung einigten, entschied der Zufall. Von den Zuschauerplätzen aus beobachtete Jürgen Maresch (Unser Cottbus) das Verfahren. Als Fraktionschef von Unser Cottbus/FDP erhält er ab März einen offiziellen Sitz im Hauptausschuss. Dafür räumt Jörg Schnapke (CDU) seinen Platz.

Der Sitz im Jugendhilfeausschuss und im Sparkassen-Zweckverband gingen an Unser Cottbus/FDP. Im Losverfahren um den Sitz im Jugendhilfeausschuss verzichtete die AfD zuvor. Gudrun Breitschuh-Wiehe (Grüne) muss nun nach vielen Jahren Arbeit im Jugendhilfeausschuss ihren Platz räumen. Den Sitz übernimmt künftig Jürgen Maresch, wie er verkündete. Im Losverfahren gingen die beiden Plätze in den Aufsichtsräten von CTK und CMT an die Grünen.

Unser Cottbus/FDP hat sich vor vier Wochen zusammengefunden und macht die Neuverteilung der Sitze in den politischen Gremien notwendig. Auch wenn die Fraktion ganz neu ist, so sind die Vertreter keine politischen Anfänger: Jürgen Maresch und Jürgen Siewert (Unser Cottbus) sind seit vielen Jahren Stadtverordnete. Zuvor saßen sie für die Linke im Stadtparlament. Jochen Schubert (FDP) gehörte zuvor über eine Hospitanz zur CDU-Fraktion.