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Das Leben in Cottbus wird billiger

volle Mülltonnen mit Euroscheinen und Euromünzen auf weißem Hintergrund
volle Mülltonnen mit Euroscheinen und Euromünzen auf weißem Hintergrund FOTO: Marén Wischnewski (29715227)
Cottbus. Im nächsten Jahr wird das Leben in Cottbus etwas günstiger. Für die Müllentsorgung und Straßenreinigung sinken die Gebühren. Das kündigt Ordnungsdezernent Thomas Bergner (CDU) an. Gleichzeitig will die Stadt künftig gegen Verstöße stärker mit Geldbußen vorgehen. Peggy Kompalla

Die Stadtverwaltung hat die neuen Gebührenkalkulationen für die Abfallentsorgung und Straßenreinigung vorgelegt. Noch fehlt die Zustimmung des Stadtparlaments, doch demnach müssen die Cottbuser im nächsten Jahr für saubere Straßen und die Entleerung der Mülltonnen weniger bezahlen. Am stärksten sinken die Gebühren für die Straßenreinigung - um ein Drittel. Der Winterdienst reduziert sich sogar um die Hälfte. Beim Abfall ist der Spielraum geringer: Dafür sollen die Cottbuser ab 2017 knapp fünf Prozent weniger löhnen (siehe Grafik).

Für die Straßenreinigung habe die Stadtverwaltung eine komplett neue Satzung erstellt, erklärt Ordnungsdezernent Thomas Bergner. "Darin haben wir erstmals Definitionen für Vorder- und Hinterliegergrundstücke aufgenommen sowie die Anzahl der Reinigungsklassen reduziert." Dafür werde für Fußgängerzonen eine völlig neue Klasse eingeführt. "Dort wird dann dreimal in der Woche statt bisher zweimal sauber gemacht", sagt Bergner. Das betreffe die Sprem und den Berliner Platz. Darüber hinaus sei die Winterdienst-Zeit angepasst worden. Demnach soll sie von 7 bis 20 Uhr um zwei Stunden reduziert werden. Bislang gilt sie bis 22 Uhr.

Beim Müll will die Stadt künftig stärker gegen Regelverstöße vorgehen, kündigt der Ordnungsdezernent an. Dazu ist die Satzung um Ordnungswidrigkeiten ergänzt worden. Das betrifft insbesondere den Sperrmüll. "Dem Problem müssen wir mit Ordnungsgeld entgegenwirken", betont Bergner. Damit sollen wilde Sperrmüllsammelplätze künftig verhindert werden. Demnach kann schon das Rausstellen des Sperrmülls vor dem Abholtermin geahndet werden. Laut überarbeiteter Satzung sind dann aber auch Mülltonnen, deren Deckel nicht schließen, eine Ordnungswidrigkeit. "Das kennt jeder: Da braucht es nur einen Windstoß und schon verteilt sich der Müll über die gesamte Straße", sagt Thomas Bergner.

Die Abholung von Sperrmüll und alten Elektrogeräten bleibt weiterhin über die Gebühren gedeckt. Es fallen also keine Zusatzkosten für die Abfuhr an. Das gilt auch für die Annahme geringer Mengen gefährlicher Abfälle und die Nutzung der Wertstoffhöfe.