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"Das Haus soll für alle da sein"

Der Papitzer Ortsvorsteher Harald Ramoth und Traditionsvereinsvorsitzende Doreen Golz freuen sich, dass sich ihr neues Dorfgemeinschaftshaus im alten Konsum ab heute mit Nutzern füllen wird.
Der Papitzer Ortsvorsteher Harald Ramoth und Traditionsvereinsvorsitzende Doreen Golz freuen sich, dass sich ihr neues Dorfgemeinschaftshaus im alten Konsum ab heute mit Nutzern füllen wird. FOTO: Hirche/jul1
Papitz. Die Papitzer weihen heute Nachmittag ihr neues Dorfgemeinschaftshaus ein. Es befindet sich in der Dorfmitte und war mal der Dorfkonsum. jul1

Genau wie beim Kaufmann bis 2013 werden sich die Einwohner hier treffen und Neuigkeiten austauschen. Hinzu kommen die vielen gesellschaftlichen Anlässe, die nun eine klare Adresse haben.

"Angefangen hat alles mit dem Wettbewerb im Spree-Neiße-Kreis ‚Unser Dorf hat Zukunft'. Da haben wir 2014 mitgemacht und eine Konzeption für unser Dorf eingereicht. Da wurde auch die Idee entwickelt, aus dem alten Konsum ein Dorfgemeinschaftshaus zu machen, zumal der Jugendklub sowieso schon in der ersten Etage ansässig war", erinnert sich Enrico Dahlitz vom Ortsvorstand. Damals sind die Papitzer Zweite im Wettbewerb geworden, haben dafür einen Baum, einen Findling und eine Prämie bekommen. "Als der Baum gepflanzt wurde, konnten wir einen Sparkassenmitarbeiter für unser Dorfgemeinschaftshaus begeistern. Wir hatten Glück, bekamen Mittel aus der Aktion PS Lotteriesparen", ist von Ortsvorsteher Harald Ramoth zu erfahren.

Er hat mit dem Kolkwitzer Bürgermeister Fritz Handrow darüber gesprochen und bekam die Zusage für Materialkosten. So war die Basis für die Umsetzung geschaffen.

"Wir wollten diesen Treff unbedingt, denn in unserem Sportlerheim wird es immer enger, es gibt immer mehr Sportgruppen und so war es für uns fast unmöglich, freie Termine für unsere Veranstaltungen zu finden", unterstreicht Doreen Golz vom Papitzer Traditionsverein.

Ihr Verein ist mittlerweile auf über 80 Mitglieder angewachsen, was sich auch in einem viel intensiveren Veranstaltungsgeschehen im Dorf niederschlägt.

Die Voraussetzungen waren also für die Verwirklichung des Plans gegeben und so haben die Papitzer seit März 2016 die Ärmel hochgekrempelt und ihr Dorfgemeinschaftshaus geschaffen.

Allein 30 Kubikmeter Fußbodenschutt wurde rausgeschleppt, Wände eingerissen, Decken abgetragen. Alles ist neu in dem Areal, wo früher die Eisvitrine, die Ladentheke, der Ofen und die Regale standen. Das Büro des Geschäftsmannes sind jetzt die neuen Toiletten, die auch einen kurzen Zugang von außen haben, was sich bei Freiluftaktionen besonders gut macht. Mancher Papitzer hat hier im vergangenen Sommer fast jedes Wochenende verbracht. Alle waren dabei. Auch die Jugend hat genau wie Felix Kunze mit geschuftet. Die jungen Leute in der ersten Etage profitieren von der Sanierung auch, indem ihre Wasserleitung und ihre sanitären Anlagen erneuert wurden. Der große Veranstaltungsraum bietet etwas mehr als 50 Plätze an Tischen, hat eine Bar. "Wir haben fast Alles allein gemacht, lediglich für die Elektro-, Heizung- und Sanitärarbeiten wurden Kolkwitzer Firmen beauftragt", berichtet Harald Ramoth. Der Raum hat eine Leinwand, einen fest installierten Beamer. Damit sind beste Voraussetzungen für viele Veranstaltungen gegeben. " Wir werden hier Treffs von Papitzer Bürgern ermöglichen, vielleicht wird hier auch mal die Tanzgruppe der Jugend trainieren, auch die Rentnerweihnachtsfeier mitten im Dorf wäre ideal. Das Haus soll für alle da sein, aber nicht privat genutzt werden", sind sich die Ortsbeiratsmitglieder einig.

Den Probelauf hat der neue Treff schon bestanden: das Kaffeetrinken der Fastnachtsteilnehmer im Februar.

Heute ist nun die feierliche Einweihung ab 15 Uhr mit den Einsatzbeteiligten, mit den Firmen und mit den "Vätern" dieses Projekts. Am Abend sind dann die Papitzer eingeladen, um sich Bilder von der Fastnacht anzuschauen und mehr über die Veranstaltungen im Jahr zu erfahren.