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Das große Aufräumen in Cottbus

Ein Opfer von Xavier wurde auch diese Rotbuche. Das Naturdenkmal brach auseinander und stürzte auf das Gebäude vom Diakonischen Werk.
Ein Opfer von Xavier wurde auch diese Rotbuche. Das Naturdenkmal brach auseinander und stürzte auf das Gebäude vom Diakonischen Werk. FOTO: jag
Cottbus. Über Cottbus ist das Sturmtief Xavier hinweggefegt und hat dabei vergleichsweise geringe Schäden verursacht. Zu dieser Einschätzung kommt André Dreßler von der Leitstelle der Berufsfeuerwehr: "Alle waren gut vorbereitet, deshalb gab es keine spektakulären Schäden.

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Doch zahlreiche Bäume knickten um, Äste fielen auf Wege und Straßen, Ziegel wurden von den Dächern gefegt. Betroffen war das gesamte Stadtgebiet. In Sielow fiel der Strom über Stunden aus.

In der Sturmnacht eilten die Retter zu 163 Einsätzen.

Die Polizei vermeldet 30 Einsätze in Cottbus und Spree-Neiße. Laut Polizeisprecher Torsten Wendt ereigneten sich vier witterungsbedingte Unfälle, bei denen zwei Personen verletzt wurden.

André Dreßler von der Leitstelle erklärt: "Das Zentrum des Sturmes lag nicht in Cottbus. Im Vergleich zum Landkreis Dahme-Spreewald, wo 563 Ereignisse gemeldet wurden, ging das Unwetter in unserer Stadt glimpflich ab."

Trotzdem hat Xavier auch in Cottbus seine Spuren hinterlassen. Besonders betroffen ist der Südfriedhof, vermeldet die Stadt. Dort legte der Sturm sechs große Bäume um. Friedhofsleiterin Diana Ziesche berichtet: "Von Espe bis Zitterpappel ist alles dabei." Auch das Sowjetische Ehrenmal ist demnach stark betroffen. "Die Schadensbeseitigung wird einige Zeit dauern."

Genau aus diesem Grund bleibt der Spreeauenpark bis Sonntag geschlossen. Darüber informiert Thomas Schuppan von der Messegesellschaft CMT. "Es gibt keine großen Schäden, aber alle Wege sind von Ästen und Blättern bedeckt. Dort müssen die Kollegen erst aufräumen." Das brauche seine Zeit. Wegen der Sturzgefahr hat der Naturwissenschaftliche Verein der Niederlausitz auch seinen für heute geplanten Lampionumzug im Tertiärwald des Spreeauenparkes abgesagt.

Im Dauerstress der Sturmnacht gab es für die Mitarbeiter der Leitstelle und der Berufsfeuerwehr eine Überraschung: Ein Pizza-Service der Stadt schickte ungefragt eine Lieferung von 20 Pizzen in die Hauptwache.