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| 02:33 Uhr

Das Ende des Bolzplatz-Spaßes

Kommentar. Unzählige Stunden habe ich als Kind auf den Bolzplätzen in Ströbitz zugebracht. Wir haben Fußball gespielt, bis es stockduster war. Sven Hering

Im Winter wurde der Bolzplatz im Brunschwigpark geflutet. Und verwandelte sich somit in eine beliebte Eisbahn. Dann kamen auch die Mädchen. Ärger mit Anwohnern gab es zwar auch. Allerdings meist nur, wenn wir auf den Wäscheplätzen gekickt haben. Oder im Durchbruch der Plattenbauten. Auf den Bolzplätzen spielten manchmal sogar Väter mit. Meist wurden sie ins Tor verbannt. Das geht im Brunschwigpark nicht mehr. Weil es dort keine Tore mehr gibt. Klammheimlich wurden diese entfernt. Dazu Teile des Zaunes. Der Bolzplatz ist als solcher nicht mehr zu gebrauchen. Alles halb so schlimm? Es gibt ja schicke Alternativen. Dann gehen die Kinder eben nach Hause kicken. Setzen sich vor ihren Fernseher und zocken an ihrer Konsole. Dann fehlt ihnen zwar die Bewegung. Aber wenigstens haben sie keinen Ärger mit den Nachbarn. Und ersparen sich Stress mit ihren Eltern. Den haben wir immer dann bekommen, wenn wir den heimischen Zapfenstreich überzogen hatten. Das passierte ziemlich oft. Bolzplatz - das war für uns einfach nur Spaß.