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Damit Kraftwerke flexibler werden

Stabil brennende Lichtbogensäule zwischen zwei Elektroden.
Stabil brennende Lichtbogensäule zwischen zwei Elektroden. FOTO: btu
Cottbus. Konventionelle Kraftwerke müssen den erneuerbaren Energien Vorfahrt gewähren. Das heißt: Damit Kohlekraftwerke weiter Partner der Energiewende bleiben, müssen sie flexibel sein. ta/st

Konventionelle Kraftwerke müssen den erneuerbaren Energien Vorfahrt gewähren. Das heißt: Damit Kohlekraftwerke weiter Partner der Energiewende bleiben, müssen sie flexibel sein. Sie schnell herunterzufahren ist ebenso wichtig, wie schnell wieder am Netz zu sein.

Alternative Zündsysteme ermöglichen dabei eine zeitnahe Anpassung der Kraftwerksleistung an den Bedarf im Netz. Für die Erforschung und Optimierung von Hochspannungszündsystemen steht seit Mittwoch ein entsprechender Prüfstand auf dem Cottbuser BTU-Campus zur Verfügung. Er ist von Emis Electrics und dem Centrum für Energietechnologie (CEBra) in Kooperation mit dem Lehrstuhl Kraftwerkstechnik von Prof. Joachim Krautz entwickelt worden.

Das Herzstück der neuen Anlage ist der Hochspannungserzeuger, der kompakt in einem Schaltschrank verbaut ist und die nötige Energie bereitstellt, um zwischen zwei Elektroden eine stabil brennende Lichtbogensäule zu erzeugen. "Darüber hinaus ist der Prüfstand so ausgelegt, dass verschiedene Betriebsszenarien durchgespielt und die Effekte durch zahlreiche Sensoren umfassend dokumentiert werden können", erklärt Christian Katzer vom Lehrstuhl Kraftwerkstechnik. Für ihn liegt das Potenzial des Prototyps vor allem im geringen technischen Aufwand und der Flexibilität der Anlage.

Das macht sie auch für Leag-Technikchef Guenter Heimann interessant, der sich auf der Suche nach robusten Alternativen zu herkömmlichen Ölzündbrennern bereits jetzt einen Testbetrieb unter industriellen Bedingungen vorstellen kann.