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CTK bereitet Katastrophenübung vor

Cottbus. Am Samstag, dem 30. September, wird am Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum (CTK) eine groß angelegte Katastrophenschutzübung durchgeführt. Rüdiger Hofmann

"Ausgangspunkt wird eine polizeiliche Schadenslage an einer Schule sein, aus der dann 125 simulierte Verletzte hervorgehen", sagt Ingolf Zellmann, Servicebereichsleiter der regionalen Leitstelle und zuständig für den Katastrophenschutz und Rettungsdienst bei der Berufsfeuerwehr Cottbus. Das können leichte Verletzungen wie Schürfwunden und schwere Verletzungen wie Knochenbrüche sein. "In dieser Größenordnung führen wir die Übung zum ersten Mal durch", so Zellmann.

Die Probanden kommen aus der gesamten Lausitz im Verbund am besagten Samstag nach Cottbus gereist, kennen sich aber nicht. Das CTK wird zwischen zehn und 12.30 Uhr einen Krankenhausalarmplan auslösen: Dabei geht es um den Abtransport, das Verschieben und die Entlassung von Patienten sowie die zeitliche Umplanung von Operationsterminen.

"Ziel der Übung ist es, zu erkennen, ob die derzeitige Prävention der Stadt Cottbus und des CTK sowie die Einsatzkonzepte der Schnellen Einsatzeinheit Sanität und der Medizinischen Task Force 18 für solche Fälle realitätstauglich sind", sagt Ingolf Zellmann. Ein Teil der "Patienten" würde dann auch nach Neuhausen geflogen werden.

An der Übung werden insgesamt rund 350 Einheiten der Stadt Cottbus, der Landkreise Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und Dahme-Spreewald, darunter die 125 "Verletzten", teilnehmen. Auch zuständige Notfallseelsorger werden eingebunden. Involviert sind außerdem das Brandenburger Innenministerium sowie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Der gesamte Einsatz soll über die sozialen Netzwerke begleitet werden.

Verkehrseinschränkungen wird es nur bedingt geben: So soll die Welzower Straße am Samstagvormittag als Einbahnstraße dienen und für die Dauer der Übung aus der Thiemstraße nur Richtung Leipziger Straße befahrbar sein.