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Cottbusverkehr stolz auf teilweise Barrierefreiheit

Cottbus. Ralf Thalmann, Chef von Cottbusverkehr, kämpft seit vielen Monaten um die Erneuerung seines Straßenbahnfuhrparks, der bis 2022 barrierefrei sein muss. Fast in Vergessenheit gerät dabei, welche Fortschritte das Verkehrsunternehmen in puncto Barrierefreiheit vorzuweisen hat. Andrea Hilscher

Vor den Mitgliedern des Sozialausschusses erläuterte Thalmann Details. So seien die 28 Fahrkartenautomaten mit abgesenktem Display gut für Rollstuhlfahrer zugänglich. "Akustische Bedienhilfen haben wir in Prüfung", so der Geschäftsführer. Moderne Haltestellen (Ottilienstraße) wurden mit einem Blindenleitsystem ausgestattet. Im Busverkehr sei Barrierefreiheit nach neusten Standards erreicht. "Unsere Niederflurbusse sind über Low Entry, also Tiefeinstiege, zugänglich." Im Juni werden fünf neue Fahrzeuge dieses Typs zum Einsatz kommen.

Nach Auskunft von Cottbusverkehr sind auch die Straßenbahnhaltestellen wie etwa Stadtpromenade oder Gelsenkirchener Platz von Menschen mit Handicap gut nutzbar, dies gelte aber nur für 33 Prozent der Fahrzeugflotte. "Die Nachfrage nach Niederflurtechnik wächst überproportional zum Angebot", so Thalmann. Menschen mit Mobilitätseinschränkungen müssten zum Teil 30 oder 40 Minuten auf eine Bahn warten, die sie betreten können.